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Volleyball: Westdeutsche Meisterschaft

„Lüüüddinghausen!!!“ – Union-Nachwuchs schlägt USC und Borken-Hoxfeld

Lüdinghausen

Die U 12-Mädchen des SC Union Lüdinghausen sind die Besten im Westen. Auf dem Weg zum NRW-Titel konnte nicht mal der Nachwuchs eines Erst- und eines Top-Zweitligisten das junge 08-Team in Schwerte stoppen.

Von und

Riesengroß war die Freude der jungen Union-Spielerinnen nach dem Titelgewinn. Nur der Bär schaut ein wenig deprimiert drein. Foto: Domanik/Union

Was für ein Hammer-Wochenende für die Volleyball-Mädchen des hiesigen Landesstützpunktes: Die U 12 des SC Union Lüdinghausen ist Westdeutscher Meister!

Am Samstag machte sich eine große Gruppe von zwölf Spielerinnen, fast allen Eltern und den Betreuern auf den Weg nach Schwerte zu den NRW-Titelkämpfen in der jüngsten Altersklasse. In der Vorrunde trafen die Nullachterinnen auf Bayer Dormagen und TuS Velen. Der TuS, bekannt für seine gute Jugendarbeit und als Talent-Zulieferer für den RC Borken-Hoxfeld, machte ein gutes Spiel. Doch die Union-Girls legten schnell ihre anfängliche Nervosität ab und gewannen beide Sätze souverän. Auch das zweite Spiel gegen den Bezirksmeister aus Dormagen dominierten die Stevermädchen.

Damit schloss Union die Vorrunde als Erster ab und bekam den Werdener TB als Viertelfinalisten zugelost. Das Spiel durften die 08-Mädchen auf dem Center Court bestreiten. Sie blieben konzentriert, druckvolle Aufschläge und eine gute Annahme waren die Schlüssel zum Erfolg. Dank des überdeutlichen 2:0 (15:2, 15:5) war der Einzug ins Halbfinale perfekt.

USC der erwartet starke Gegner

Dort traf Lüdinghausen auf den gefühlt stärksten Gegner an diesem Tag, den Nachwuchs des Bundesligisten USC Münster. Es entwickelte sich vom ersten Ballwechsel an ein wahrer Fight. Den besseren Start erwischten die „Unabhängigen“, die über 5:2 auf 8:2 wegzogen. In dieser Phase verfehlten die Aufschläge und die Angriffe der SCU-Volleys ihr Ziel, ungewöhnlich viele Eigenfehler taten ein Übriges. Das 08-Trainerteam sah sich gezwungen, die Auszeit zu nehmen und ein paar taktische Veränderungen vorzunehmen. Ab da an war der Union-Zug nicht mehr aufzuhalten. Schnell kämpften sich die Steverstädterinnen, lautstark unterstützt vom eigenen Anhang, wieder ran und entschieden mit 15:10 den ersten Satz für sich. Im zweiten erarbeitete sich Lüdinghausen schnell einen Vorsprung, beim Stand von 12:7 war die Gegenwehr des USC gebrochen – und der Einzug ins Finale perfekt.

Wie in Liga eins

Das Endspiel gegen den RC Borken-Hoxfeld begann wie bei den Großen in Liga eins, alle jungen Damen wurden namentlich aufgerufen und nahmen in der Hallenmitte Aufstellung. Union schlug erneut stark auf, blieb dominant am Netz und spielte, kurzum, wie aus einem Guss. Die Halle bebte, der erste Durchgang war schnell mit 15:7 eingetütet. Das Team ließ auch in der Folge nicht nach, agierte weiter druckvoll. Den letzten Punkt machte Nelly Fink mit einem platzierten Angriff – und nach 25 Minuten brachen lautes Geschrei und die große Freude über das Erreichte im Union-Lager aus. „Lüüüddinghausen!!!“, schallte es minutenlang durch die Halle. Dann gab’s die ersehnte Goldmedaille.

Das Trainerteam um Niklas Domanik, Christine Drees, Laura Braun, Regina Meininger sowie Leni und Marie Faust sparte hernach nicht mit Lob: „Die Mädchen haben in den vergangenen Wochen auf vieles verzichtet und sehr fokussiert auf das Saison-Highlight hingearbeitet. Die Gruppe hat sich toll entwickelt, und wenn die Mädchen weiter fleißig bleiben, werden wir mit ihnen in Zukunft viel Spaß haben. Vergessen möchten wir nicht die Eltern, die alles mitgetragen haben und ihre Kinder, aber auch uns vorbildlich unterstützt haben.“

Union: Hannah Titze, Nelly Fink, Emilia Witteler, Mia Lisa Fuchs, Hannah Koch, Marlene Friesecke, Carlotta Rudolph, Siana Dobreva, Emilia Geue, Freda, Greta und Swantje Maiß.

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