Fußball: Frauen-Bezirksliga 5

Mal wieder selbst zocken – Fortuna-Coach Gilbert Oesteroth geht von Bord

Seppenrade

Gut drei Jahre war Gilbert Oesteroth Coach des SV Fortuna Seppenrade, nun endet sein Engagement bei den Schwarz-Gelben. Ein Nachfolger ist noch nicht in Sicht. Auch zwei Spielerinnen verlassen im Sommer das Rosendorf.

Von Florian Levenig

Leitete die Bezirksliga-Frauen des SV Fortuna Seppenrade dreieinhalb Jahre an: Gilbert Oesteroth. Foto: flo

Die Bezirksliga-Fußballerinnen des SV Fortuna Seppenrade müssen sich nach einem neuen leitenden Bankangestellten umschauen. Gilbert Oesteroth beendet nach gut drei Jahren seine Trainertätigkeit bei den Schwarz-Gelben.

Mit Corona und dem Wunsch nach weiteren freien Sonntagen habe sein Entschluss nichts zu tun, betont der 58-Jährige. Auch gehe er keinesfalls im Streit. Tatsächlich habe er bereits vor der Spielzeit 2020/21 darüber nachgedacht, den Posten zu räumen, „mich dann aber überreden lassen, noch ein Jahr dranzuhängen“. 100 Prozent an der Seitenlinie zu geben, falle ihm zusehends schwerer – „und ehe man das nur mit halber Kraft macht, ist es besser, das Amt in andere Hände zu geben“.

Ein weiterer Grund: Oesteroth will wieder verstärkt selbst zocken. Der Mann, der als Aktiver 142 Oberligapartien für den DSC Wanne-Eickel sowie die Beckumer SV bestritt und mit Schalke 04 einst im Finale um die Deutsche A-Jugend-Meisterschaft stand, kickt leidenschaftlich gern bei den Alten Herren des TuS Ascheberg mit.

Harder bleibt, Sauer und Gördel gehen

Vor wenigen Tagen informierte Oesteroth, der Anfang 2018 Sebastian Krohne als Coach der Ersten abgelöst hatte, Spielerinnen und Vorstand über seinen Rückzug. Nun sind also die Verantwortlichen am Zuge. Einen konkreten Nachfolger habe man noch nicht im Auge, erklärt Fortuna-Obfrau Vera Haschmann. Co-Trainerin Claudia Harder bleibe zwar an Bord, wolle aber nicht an vorderster Front stehen. Wer Interesse an dem Job habe, dürfe sich gern per E-Mail (fussball_frauen@sv-fortuna -seppenrade.de) an den Klub wenden.

Zwei Spielerinnen – Katrin Sauer und Nele Gördel – verlassen die Schwarz-Gelben ebenfalls. Was Haschmann zwar bedauert, den Fortbestand der Mannschaft aber nicht gefährde, da eine Vielzahl an Spielerinnen aus der eigenen U 17 zu den Senioren stoße – darunter zum Beispiel eine Emma Bahlmann, die ihr Talent bereits in der Vorsaison bei den Damen nachgewiesen habe.

Kein Thema, so die Obfrau, sei ein Wechsel in die Staffel 7, wie ihn der Lokalrivale VfL Senden 2020 vollzogen hatte: „Zum einen wären die Wege dort nicht kürzer, zum anderen haben wir ja noch die Nachbarschaftsduelle mit Buldern oder Bork. Und: Aus meiner Sicht ist es etwas einfacher, in der Bezirksliga 5 sportlich zu bestehen.“

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