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Motorsport: Tourenwagen-Junior-Cup

Nervenzerfetzendes Finale – Tim Rölleke Gesamtzweiter

Seppenrade

Tim Rölleke, 20 Jahre, aus Seppenrade ist gleich in seiner ersten Saison im Tourenwagen Gesamtzweiter geworden. Den ganz großen Triumph verpasste der junge Mann aus dem Rosendorf nur um Haaresbreite.

Von Florian Levenig

Tim Rölleke in Aktion – und nach dem Triumph auf dem Nürburgring (kl. Bild). Foto: red

Wen das Rennen um den Titel in der Formel 1 zwischen Jos Verstappen und Lewis Hamilton zu sehr aufregt, der sollte besser nicht weiterlesen. Denn: Was sich sich vor ein paar Tagen in Oschersleben beim Saisonfinale um den Tourenwagen-Junior-Cup zugetragen hat, war noch mal deutlich nervenzerfetzender als das Duell in der Motorsport-Königsklasse. Mittendrin: der Seppenrader Tim Rölleke.

Tim Rölleke Foto:

Spannung pur bereits vor dem entscheidenden Lauf: Dank eines zweiten Platzes im ersten Rennen in Sachsen-Anhalt und dem Doppelsieg zuvor am Nürburgring hatte der 20-Jährige die Gesamtführung in der Meisterschaft mit 134 Zählern übernommen – vier mehr als Florian Vietze. 15 Punkte betrug der Abstand zu Daniel Gregor, 17 zu Nick Hancke.

Gleichauf in der letzten Kurve

Alle vier hatten somit noch die Chance, den großen Coup zu landen – und alle vier waren in der letzten Kurve praktisch gleichauf. „Die Jungs sind wirklich Reifen an Reifen, Stoßstange an Stoßstange gefahren“, berichtet Vater Andreas Rölleke. Sohn Tim wurde – Vierter. Schon Rang drei hinter Sieger Gregor und Vietze hätte gereicht, um sich gleich in seinem ersten Jahr im VW Up GTI die Krone aufzusetzen. Doch Hancke war um Sekundenbruchteile schneller als der Mann aus dem Rosendorf. So siegte in der Fahrerwertung Vietze (148 Punkte) am Ende hauchdünn vor Rölleke (146) und dem lange führenden Gregor (144).

Unmittelbar nach der Zieldurchfahrt sei der Junior schon ein kleines bisschen geknickt gewesen, berichtet Andreas Rölleke. Schien doch der Titel zum Greifen nah. Dabei gebe es gar keinen Grund, Trübsal zu blasen: „Was Tim als Debütant geleistet hat, ist herausragend. Man darf bitte nicht vergessen, dass die Konkurrenten teils schon seit drei Jahren in dem Auto sitzen.“ Außerdem habe der Sohn maßgeblichen Anteil daran, dass sein Team, Konrad Motorsport, die Konstrukteurswertung gewann.

2022 im 480-PS-Boliden

Das sieht man auch beim Rennstall in Sinzig so, der Rölleke umgehend beförderte. 2022 nimmt der Seppenrader, dessen Karriere einst im Kartsport beim MSC Bork begann, in einem 480-PS-Boliden der Marke Audi (R 8) Platz, wahrscheinlich in der GT 4-Klasse. Krachen lässt es Rölleke schon vorher. Nach der teaminternen Feier steht am 5. Dezember (Sonntag) ein Besuch der Dortmunder Westfalenhallen an, wo Rölleke im Rahmen der ADAC-Sportlerehrung ausgezeichnet wird.

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