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Fußball: Kreisliga A 2 Ahaus/Coesfeld

Nimmersatt nur noch in der Box – der „neue“ Mike Mühlberger

Seppenrade

Am Sonntag (21. August), 15 Uhr, empfängt Fortuna Seppenrade Borussia Darup. Für die Schwarz-Gelben ist es das zweite Ligaspiel, für ihren torgefährlichsten Mann die Saisonpremiere. Und der will gleich doppelt feiern.

-flo-

Von nichts und niemandem in der Vorbereitung zu stoppen: Fortuna-Stürmer Mike Mühlberger (r.). Foto: chrb

Fortuna Seppenrade war in der Vorbereitung dermaßen torgeil, dass es kaum verwundert, wer nach dem ersten A-Liga-Spieltag die Tabelle anführt: Fortuna Seppenrade. Überraschend ist höchstens, dass beim 3:0-Auftaktsieg in Hausdülmen ausgerechnet der Mann nicht getroffen hat, der in den Wochen zuvor beeindruckende 15 Mal netzte: Mike Mühlberger.

Der noch 25-Jährige war aufgrund einer gelb-roten Karte, die er im Pokalspiel in Wessum gesehen hatte, in Hausdülmen gesperrt. „Sonst wäre der Sieg wohl noch höher ausgefallen“, glaubt Artur Nazarenus, der dem Fortuna-Bomber „überragende Fähigkeiten im Sechzehner“ und eine „astreine Schusstechnik“ bescheinigt. Mühlberger gibt das Kompliment gern zurück: „Artur ist ein toller Coach, der immer wieder das Positive heraushebt und nicht so auf den Schwächen der Spieler rumreitet.“ Außerdem habe der neue Coach das System mit jetzt zwei zentralen Stürmern umgestellt, „was meiner Spielweise entgegenkommt, aber auch für den Erfolg der Mannschaft, denke ich, optimal ist.“

Vertrauen wichtig

Und schließlich schenkten ihm beide Trainer, Nazarenus und Thomas Oesteroth, das volle Vertrauen, „was mich zusätzlich beflügelt“. In der Vergangenheit habe ihm diese bedingungslose Rückendeckung manches Mal gefehlt. Seit dem Aufstieg vor vier Jahren hatte der damalige Fortuna-Coach Mahmoud Abdul-Latif keine Verwendung mehr für den Offensivmann. Erst als Oesteroth vorübergehend den Chefposten im Rosendorf übernahm, war der Mittelstürmer plötzlich wieder gesetzt. Auch dank seiner sechs Tore rückten die Schwarz-Gelben nach deprimierender Hinrunde noch bis auf den fünften Rang vor.

Fünf Tore in Oberwiese, drei in Wessum

Trotzdem: kein Vergleich zur Torquote im Juli. Fünf Mal butzte Mühlberger allein gegen Oberwiese, auch die drei Treffer beim 3:5 im Pokal gingen allesamt auf das Konto des Goalgetters. Oesteroth glaubt, dass die Rückkehr von Tammo Harder dem Angreifer einen zusätzlichen Schub gegeben habe. Mühlberger bestätigt das: „Mit meinen Cousins Tammo und Jannis gemeinsam zu zocken, davon habe ich immer geträumt. Beide – Tammo aufgrund seiner Vergangenheit als Profi sicher noch ein Stückchen mehr – sind außergewöhnliche Fußballer.“ Was auch für Basti Blechinger und den jungen Louis Heimann gelte: „Mit diesem Mittelfeld, ohne das wir Stürmer ja verhungern würden, müssen wir uns vor keinem Gegner in der Liga verstecken.“

Eigene Schwächen (obschon die Trainer, siehe oben, nicht drauf rumreiten)? „Ich reiße zu oft die Klappe auf. Das hat mich die eine oder andere Karte gekostet.“ Und er wolle von den immer noch gut 100 Kilo runter. Es waren mal deutlich mehr. Nimmersatt ist der „neue“ Mike Mühlberger nur noch in der Box. Gern wieder morgen (21. August), an seinem Geburtstag, wenn die Fortuna um 15 Uhr Borussia Darup empfängt.

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