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Fußball: Bezirksliga 9

Nur Corona kann Nils Husken stoppen

Lüdinghausen

Neun Tore hat Nils Husken (Union Lüdinghausen) in der laufenden Saison erzielt – Ligabestwert. Was umso bemerkenswerter ist, da der 24-Jährige noch gar nicht so lange im Sturmzentrum agiert. Seine beiden Trainer, Daniel Schürmann und Ingo Witschenbach, sind voll des Lobes.

Florian Levenig

Hat in den drei Bezirksligapartien vor der Zwangspause sagenhafte acht Mal getroffen: Nils Husken. Foto: flo

Für Union Lüdinghausen im Allgemeinen und Nils Husken im Besonderen kam der Lockdown zur Unzeit. Gerade erst hatten die Schwarz-Roten punktemäßig die Kurve in der Fußball-Bezirksliga 9 gekriegt. Und um Zielspieler Husken am Toreschießen zu hindern, brauchte es schon eine weltweite Pandemie.

Unglaubliche acht Tore hat der 24-Jährige allein in den drei Partien vor der neuerlichen Zwangspause erzielt. Neun sind es in Summe, Ligabestwert. „So eine Quote hatte ich noch nie“, freut sich Husken. 14 Buden waren es 2018/19, ganze sechs in der im März abgebrochenen Spielzeit. Wieso er gerade jetzt ohne Ende knipse? „Gute Frage. Zumal ich berufsbedingt selten mehr als einmal pro Woche trainiere.“

Vielleicht liegt es ja daran, dass seine Coaches, Daniel Schürmann und Ingo Witschenbach, ihm die nötige Rückendeckung geben. „Wenn Nils dieses Vertrauen bekommt, zahlt er mit Toren zurück“, weiß Schürmann, der den 08-Goalgetter bereits in der D-Jugend unter seinen Fittichen hatte. Was Husken auszeichnet? „Durchsetzungsstark, gute Schusstechnik, beidfüßig“, lobt Witschenbach.

„Vielseitig verwendbar“, ergänzt Schürmann. Tatsächlich ist Lüdinghausens „Neuner“ ja kein gelernter Stürmer. Rechts in der Kette, im Abwehrzentrum, auf der „Sechs“, hinter den Spitzen: Husken hat in all den Jahren am Westfalenring beinahe jede Position bekleidet. Nur der Tordrang, der habe ihn immer schon ausgezeichnet, erinnert sich Schürmann: „In der A-Jugend hat er als Innenverteidiger teamintern die meisten Treffer erzielt.“

Husken von Beginn an spielen zu lassen, sei trotzdem ein schmaler Grat: „Trifft er mal drei, vier Wochen nicht, wäre es für Ingo und mich schwer, demjenigen, der in jeder Übungseinheit Vollgas gibt, zu erklären, wieso Nils in der Startelf steht und der Betreffende nicht.“ Wobei: Wenn Husken denn mal trainiere, „dann marschiert er auch dort voran. Er hat sich zu einem echten Leader entwickelt.“

Der Neun-Tore-Mann selbst hat „Spaß daran, mehr Verantwortung zu übernehmen. Normalerweise bist du mit 24 der Jungspund, bei Union zähle ich dagegen zu den Ältesten.“ Dass sich Lüdinghausen mit zuletzt zwei Siegen endlich für die durchweg guten Leistungen belohnt habe, sei viel wichtiger als der eigene Torerfolg: „Was hat die Elf davon, wenn ich zwei Mal treffe, wir aber mit 2:3 verlieren? Dann lieber andersrum. Wäre doch schön, wenn wir zur Abwechslung nicht bis zum letzten Spieltag um den Ligaverbleib bangen müssten.“

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