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Volleyball: 3. Liga Süd

Pia Fuchs feiert Erfolge am Bodensee

Lüdinghausen

Pia Fuchs ist beim Drittligisten USC Konstanz angekommen. Am Bodensee absolviert die langjährige Spielerin von Union Lüdinghausen ein Praxissemester, während sie mit dem USC die Liga aufmischt – fünf Siege in sechs Spielen hat Fuchs mit Konstanz schon gefeiert.

Von Christian Besse

Die langjährige schwarz-rote „4“ schmettert nun am Bodensee: Pia Fuchs hat das Trikot des USC Konstanz übergezogen. Foto: Besse

Pia Fuchs baut nah am Wasser. Die 25-jährige Lüdinghauserin, die kurz vor dem Abschluss ihres Bauingenieursstudiums steht, absolviert zurzeit ein Praxissemester bei einem Landschaftsarchitekten – Fachgebiet Freiflächenplanung, also Gestaltung von Terrassen und Gartenteichen oder öffentlichen Räumen wie Spielflächen oder Parkanlagen.

Für ihr Praktikum ist die Volleyballerin für ein halbes Jahr an den Bodensee gezogen – nach Konstanz. Dort arbeitet sie, und dort spielt sie nun. Seit Oktober steht die Außenangreiferin, die bis 2020 für ihren Heimatverein Union Lüdinghausen und zuletzt beim Drittligisten USC Münster 2 aufschlug, für den USC Konstanz am Netz – wieder in der 3. Liga, diesmal Abteilung Süd.

Mit dem baden-württembergischen USC hatte Fuchs schon zuvor Kontakt. Vor drei Jahren besuchte sie Leonie Stapel, ehemalige Mitspielerin bei Union, am Bodensee. Stapel stand damals selbst für Konstanz am Netz, noch in der Oberliga (inzwischen schlägt sie für die Zweite in der Verbandsliga auf).

Als in diesem Herbst feststand, dass Fuchs für ihr Praktikum in den Süden ziehen würde, nahm sie per Instagram Kontakt mit dem USC auf. Trainer Philipp Schuh organisierte ein Probetraining für die Drittligaspielerin aus Westfalen, die sich bei den meisten Spielerinnen erst gar nicht vorstellen musste und auch die Spielstärke des Teams schon gut einschätzen konnte: „Ich wusste schon, was mich erwartet, weil ich die Mannschaft über Leonie ja schon ganz gut kannte.“

Die Lüdinghauserin Pia Fuchs spielt nun für den Drittligisten USC Konstanz Foto: USC Konstanz

Schnell war klar, dass es spielerisch und menschlich passte. Und auch zeitlich war der Einstieg für die 25-Jährige ideal: Zwar hatte die Saison in der 3. Liga Süd schon begonnen, aber der USC noch kein Spiel absolviert. Ein Gegner hatte seine Mannschaft zurückgezogen, eine zweite Partie wurde verschoben.

So war die Lüdinghauserin von Beginn an dabei. Und nahm mit dem Team Fahrt auf. Die Konstanzerinnen, die erst 2020 aufgestiegen waren und in der vergangenen Saison wegen des vorzeitigen Abbruchs nicht wirklich in der neuen Spielklasse Fuß hatten fassen können, stiegen mit drei 3:0-Auswärtssiegen ein. Erst im Heimspiel gegen den VfR Umkirch gab es mit einer knappen 2:3-Niederlage einen Knick. Mit Siegen gegen Ulm und in Sinsheim kehrte Konstanz jedoch wieder in die Spur zurück. Fünf Siege in sechs Spielen (die Partie am vergangenen Wochenende gegen Stuttgart wurde wegen eines Coronafalls beim Gegner abgesagt) – viel besser geht es nicht für einen Fast-Liganeuling.

„Die Mannschaft funktioniert“, sagt Pia Fuchs. „Sie ist relativ flexibel und kann sich auf allen Positionen gut unterstützen.“ Die Neu-Koblenzerin selbst kann zum Beispiel nicht nur im Außenangriff, sondern auch diagonal eingesetzt werden.

Wegen dieser Vielseitigkeit und vor allem ihrer Leistungsstärke war sie beim Heimatverein Union, mit dem Fuchs als 17-Jährige in die Regionalliga aufstieg, immer gesetzt. In dieser Klasse spielt Schwarz-Rot noch heute, muss allerdings wieder nach unten schauen. Ihre ehemalige Nummer „4“ drückt dem Team von Suha Yaglioglu aus der Ferne die Daumen, hat auch noch Kontakt zu ehemaligen Mitspielerinnen wie Kapitänin Lara-Marie Grössing. Die letzten beiden Partien in Herten und gegen Borken-Hoxfeld 2, die die Lüdinghauserinnen trotz sehr guter Leistung wieder verloren, hatte die Ex-Unionistin ebenfalls auf dem Schirm: „Ich freue mich, dass die Spiele wieder enger werden.“ 

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