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Fußball

Reißzeit nach Kaltstart: Vermehrt muskuläre Verletzungen bei hiesigen A-Ligisten

Lüdinghausen

Zwei Spieler des SC BW Ottmarsbocholt mussten bei einem Test vor ein paar Tagen wegen muskulärer Beschwerden ausgetauscht werden. Auch bei Davaria Davensberg und Fortuna Seppenrade ist das Problem bekannt. Zufall? Wohl eher nicht.

Von Florian Levenig

Schnelle Drehungen, kurze, trockene Antritte: BWO-Flügelflitzer Usama Khazneh sind genau die in einem Testspiel zum Verhängnis geworden. Foto: flo

Christian Schmauck, sportlicher Leiter des Fußball-A-Ligisten BW Ottmarsbocholt, hatte es kommen sehen. „Jetzt ist genau das passiert, wovor die Sportmediziner bei einem Kaltstart gewarnt haben.“ Weil die Hobbykicker coronabedingt lange ausgesetzt hätten, drohten bei einer zu voreiligen Rückkehr auf den Rasen verstärkt muskuläre Verletzungen, so die Befürchtung der Experten. Und die Blau-Weißen haben nun den Salat.

Beim Vorbereitungsspiel am Freitag zwischen BWO und GW Nottuln 2 erwischte es Usama Khazneh und Youngster Justus Münch. „Die Nottulner hatten sogar gleich vier Ausfälle dieser Art zu beklagen“, berichtet Schmauck. Da urlaubsbedingt weiteres Personal fehlt, sagte Ottmarsbocholt das Folgetreffen mit dem SV Bösensell kurzerhand ab.

Ähnliches war fünf Tage zuvor im Waldstadion passiert, auch BWO-Ligarivale Davaria Davensberg musste deshalb am Wochenende passen und das mit der SG Bockum-Hövel 2 vereinbarte Duell absagen. „Wenn sich selbst ein Top-Athlet wie Nico Kleine so etwas zuzieht, dann haben wir ein echtes Problem“, weiß David Wendel. Der Davaren-Trainer geht im Falle des Aasee-Neuzugangs von einem Muskelfaserriss aus. Und es könne sogar noch schlimmer kommen: „Je näher der Saisonstart rückt, desto intensiver wird die Vorbereitung. Da sind schwere Blessuren beinahe vorprogrammiert.“

Fitnesstrainer engagiert

Dabei hatten beide Mannschaften eigens einen Fitnesstrainer engagiert, um die Spieler halbwegs behutsam auf die anstehenden Belastungen vorzubereiten. Bei Fortuna Seppenrade fallen Aufwärmen, Gymnastik und Co. in den Zuständigkeitsbereich der Spieler. „Die sollten ja eigentlich am besten wissen, was sie ihrem Körper zumuten können und was nicht“, meint Mahmoud Abdul-Latif, der Coach der Schwarz-Gelben. Trotzdem ist auch beim A-Ligisten aus dem Rosendorf aktuell ein halbes Dutzend Spieler angeschlagen. Zerrungen, Faserrisse: alles dabei.

Abdul-Latif sieht trotzdem nicht ganz so schwarz wie sein Davensberger Trainerkollege: „Ich hoffe, dass die Jungs nach ein paar Wochen ihren Rhythmus finden. Dass sie die Beanspruchung des Körpers mit der Zeit besser verpacken. Sonst wüste ich gar nicht, wie wir durch die Saison kommen sollen.“

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