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Fußball: Bezirksliga 9

Ruhig euphorisch – Union Lüdinghausen legt offiziell los

Lüdinghausen

Der Auftakt vor acht Tagen (4:5 gegen Oberligist Vreden) war schonmal vielversprechend, am Sonntag hat Union Lüdinghausen ganz offiziell das Training aufgenommen. Zwei Dinge sind Matthias Gerigk, dem neuen Coach, besonders wichtig.

Von Florian Levenig

Guter Dinge: das Trainer-Trio Ingo Witschenbach (h.v.l.), Matthias Gerigk und Daniel Schürmann sowie die Neuzugänge Jean Emmanuel Itoua (v.v.l.) Mirkan Düzgün, Christoph Blesz, Jonas Höning und Moritz Ruprecht (kl. Bild: Torwart Oliver Berger). Foto: flo

Fragt man Matthias Gerigk, was er mit dem örtlichen Fußball-Bezirksligisten denn so vorhabe, dann fallen dem neuen Coach des SC Union Lüdinghausen zwei Dinge ein. Erstens „ein bisschen Euphorie entfachen“, zweitens „eine ruhige Saison spielen“.

Ruhe und Euphorie: Klingt nach einem Widerspruch, erklärt aber der Blick in die Vergangenheit. Schließt man die beiden Corona-Spielzeiten mit ein, balancieren die Nullachter seit vier Jahren gefährlich nahe am Abgrund entlang. Es ist dieser Stress, den Gerigk sich, seinen Schützlingen und dem Publikum ersparen will. Irgendwo im tabellarischen Nirgendwo landen; ausnahmsweise nichts mit dem Abstieg zu tun haben: Das sei doch ein lohnenswertes Ziel nach schier endlosem Klassenkampf.

Oliver Berger Foto: Foto: flo

Und um Euphorie zu entfachen, da müsse man ja nicht gleich 30 Saisonspiele gewinnen. Dafür reiche es, einen flotten Ball zu spielen, hin und wieder ein Highlight zu setzen – so wie beim 4:5 vor Wochenfrist gegen den Oberligisten SpVgg Vreden. Gerigks Hoffnung: Die rund 100 Fans, die vor Ort waren, erzählen Freunden und Verwandten von dem erfrischenden Auftritt der jungen 08-Elf. Von den sehenswerten Toren. Davon, dass altes und neues Personal bereits erstaunlich gut miteinander harmonieren – so dass spätestens beim ersten Pflichtspiel in sechs Wochen, der Erstrundenpokalpartie gegen den klassengleichen SV Heek (15. August), noch ein paar Leute mehr zum Anfeuern vorbeischauen.

Zumal bis dahin die physischen Grundlagen gelegt und die sechs Zugänge noch besser integriert sein dürften. Zwei der drei ehemaligen A-Jugendlichen – Jean Emmanuel Itoua und Mirkan Düzgün – sowie der westfalenligaerprobte Christoph Blesz (Preußen Münster 2, TuS Hiltrup) deuteten gegen Vreden bereits an, dass mit ihnen unbedingt zu rechnen ist. Während Düzgün, Itoua und der ebenfalls aus der eigenen U 19 gekommene Moritz Ruprecht noch Welpenschutz genießen, nimmt Gerigk jene in die Pflicht, „die jetzt 24, 25 sind, aber lange genug dabei, um künftig noch mehr Verantwortung zu übernehmen“.

Das nächste Match steigt am Sonntag (11. Juli) daheim gegen den SV Bösensell. Zu den Höhepunkten der 08-Vorbereitung zählen das Gastspiel bei Gerigks Ex-Klub BW Ottmarsbocholt am 1. August (Sonntag) sowie, sieben Tage drauf, das ewig junge Stadtderby zwischen Union und Fortuna Seppenrade (alle 15 Uhr).

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