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Fußball: Kreisliga A 2 Münster

So jung, wie man sich fühlt – Gunnar Nacke wieder bei BW Ottmarsbocholt

Ottmarsbocholt

Gunnar Nacke ist erst seit ein paar Tagen zurück in der Heimat, kickt aber bereits wieder für BW Ottmarsbocholt. Der Mittelfeldmann ist zwar schon 38, aber eindeutig zu fit, um „nur“ bei den Alten Herren zu spielen.

In den Nullerjahren kickte Gunnar Nacke (r.) für Union Lüdinghausen in der Landesliga. Foto: tm

Als sich andeutete, dass es Gunnar Nacke nach elf Jahren in die Heimat zieht, da habe er „eher zum Spaß“ seinem damaligen Jugendtrainer bei BW Ottmarsbocholt, Christian Schmauck, eine Whats- App-Nachricht geschickt: „Mach’ mal den Spielerpass klar.“ Weil Schmauck, heute sportlicher Leiter der Blau-Weißen, aber umgehend alles Nötige in die Wege leitete, kam Nacke aus der Nummer nicht mehr raus. „Ich hatte“, sagt der Routinier und lacht, „also nur noch die Wahl zwischen Ü 32 und erster Mannschaft.“

Seit ein paar Tagen spielt Gunnar Nacke wieder bei seinem Heimatverein. Foto: flo

Altersmäßig würde der Rückkehrer mit seinen 38 Jahren ganz gut in die Alt-Herren-Combo an der Clemens-Hagemann-Straße passen. Aber er fühle sich halt noch fit genug, um in der Ersten zu flemmen. Fanden auch Lars Müller und Sebastian Schnetgöke, die beiden BWO-Trainer, die den Mittelfeldmann kurzerhand in den Kader des A-Ligisten beriefen. Beim 4:0-Derbysieg vor sechs Tagen stand Nacke sogar in der Startelf. „Gunnar strahlt auf dem Platz eine enorme Ruhe aus, gerade unseren vielen jungen Leuten hilft das enorm“, weiß Müller.

Fortuna und Viktoria

Er habe das Kicken im Rheinland ja auch nie drangegeben, berichtet Nacke: „Ich war nach meinem Abschied aus Lüdinghausen für mehrere Vereine im Kölner Raum aktiv, meist auf Kreisebene.“ Darunter für zwei sehr namhafte Klubs: Fortuna (zweite Mannschaft) und Viktoria Köln (Alte Herren). „Das waren schon tolle Trainingsbedingungen dort.“

Trotzdem ist der Speditionskaufmann aus privaten wie beruflichen Gründen mit Frau und Kind vor wenigen Wochen dorthin zurückgekehrt, wo alles begann. Wo er als Junior und in den ersten Seniorenjahren gespielt hatte, ehe Union Lüdinghausen 2005 ein Auge auf den Strategen warf: „Ich bin damals zusammen mit Marc Schulze Becking rüber an den Westfalenring gewechselt.“ Ein dritter Ottmarsbocholter, Ralf Bülskämper (genießt hier wie dort Legendenstatus), war schon da und mit den Nullachtern just in die Landesliga aufgestiegen – „eine richtig gute Truppe“, findet Nacke. Thorsten Albers, Patrick Drees oder Torsten Schnaase, aber auch die Trainer, Uli Leifken und Jürgen Heßeler: Bis heute treffe sich die Truppe von damals zum Knobeln.

Auch bei BWO hat Nacke in den ersten Tagen „erstaunlich viele alte Bekannte getroffen, dafür, dass ich so lange weg war und ja eigentlich längst eine andere Fußballergeneration am Start ist.“ Entsprechend leicht sei ihm der Re-Start gefallen. Trotzdem verordnete Müller ihm beim Pokal-Aus gegen Münster 08 (siehe unten) eine Pause: „Wichtiger ist für uns die Liga. Und da können wir Gunnar wunderbar gebrauchen.“

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