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Reiten: Turniererfolge

Sprunghafter Anstieg – Marius Brinkmann hat einen Lauf

Lüdinghausen

Marius Brinkmann eilt von Sieg zu Sieg. Bei den Westfälischen Meisterschaften in Freudenberg gelang dem Mann vom RV Lüdinghausen das Kunststück, drei mittelschwere Prüfungen am Stück zu gewinnen. Die Gründe für die Erfolgsserie liegen auf der Hand.

Von Florian Levenig

Marius Brinkmann, hier auf Cirano, beim Sommerturnier Ende Juni in Drensteinfurt. Mit Fidelia gewann er dort das Hauptspringen. Foto: Kleineidam

M-Prüfungen hat Marius Brinkmann in seiner Karriere als Springreiter zu viele gewonnen, als dass man sie hier einzeln auflisten könnte. Aber drei an einem Nachmittag, noch dazu bei Westfälischen Meisterschaften? Das war selbst für den erfolgsverwöhnten Westruper ein Novum. Erst siegte der 28-Jährige in Freudenberg auf Cirano in der Qualifikation zum Bundeschampionat, einer M*- Springpferdeprüfung. Anschließend setzte sich Brinkmann mit Boaz sowohl im Ein-Stern- als auch im Zwei-Sterne-M-Springen durch.

Tags darauf, beim S*- Springen an gleicher Stelle, erreichte das Paar die Siegerrunde – Rang sechs am Ende, eine weitere Top-Platzierung. Der Mann hat, wie man so sagt, einen Lauf. Vor 14 Tagen, auf der vom Ottmarsbocholter Robert Tönnissen gezogenen Westfalenstute Cirada, der Sieg beim Großen Preis von Nienberge (Klasse S*), davor Platz eins beim Hauptspringen in Drensteinfurt mit Fidelia.

Eine Erklärung: Corona

Wie es zum, nun ja, sprunghaften Anstieg an Triumphen kommen konnte? „Ich denke schon, dass das mit Corona zu tun hat. Zum einen haben wir die turnierfreie Zeit genutzt, um ausgiebig zu trainieren und die Pferde für kommende Aufgaben fitzumachen. Zum anderen ist man nach einer so langen Pause natürlich doppelt motiviert, es der Konkurrenz zu zeigen.“

Ein dritter, nicht ganz unwesentlicher Aspekt: Brinkmann verfügt über eine Vielzahl an passenden Pferden. Gewann der für den RV Lüdinghausen Startende in der Vergangenheit schwere Prüfungen, tat er dies meist im Sattel von Cidan. Den Holsteiner Wallach, inzwischen stolze 16 Jahre, reitet inzwischen Felicia Julia Dahlkamp. Die junge Cappenbergerin könne von der enormen Erfahrung Cidans nur profitieren, „und er hat immer noch Freude an Wettkämpfen, wenn auch eine Stufe tiefer“.

Sein langjähriger Reiter setzt unterdessen vor allem auf den Nachwuchs. Cirano ist sechs Jahre jung, Boaz sieben, Fidelia acht. Potenzial über den Stangen hätten alle, bei Boaz komme ein enormer Grundspeed hinzu: „Der beherrscht die Wendungen, legt bei Bedarf einen zusätzlichen Galoppsprung ein. Das kommt uns natürlich gerade in den Zeitspringen oder in einem Entscheidungsumlauf zugute.“

Nicht auszuschließen also, dass Marius Brinkmann bei den Vinnumer Reitertagen (ab Mittwoch) seinen Siegeszug – gerade in den Youngster-Springen – fortsetzt. Zudem stehen zeitnah Starts bei der Westfalenwoche in Handorf (mit zwei Fünfjährigen), beim Bundeschampionat in Warendorf und bei zwei, drei internationalen Wettbewerben an, „um Boaz und Fidelia an das nächsthöhere Level ranzuführen“.

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