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Fußball: Bezirksliga 9

Sven Görlich wieder im Schoß der 08-Familie

Lüdinghausen

Überraschender Neuzugang bei Union Lüdinghausen: Sven Görlich heuert zum dritten Mal bei den Schwarz-Roten an. Dabei hatte der 25-Jährige mit dem Amateursport eigentlich schon abgeschlossen.

Von Florian Levenig

Am Sonntag in Nordkirchen bereits Zaungast: Sven Görlich.

Um ein Haar wäre Sven Görlich bereits beim Derby in Nordkirchen für Union Lüdinghausen spielberechtigt gewesen. Was insofern gepasst hätte, da Nachbarschaftsduelle ja stets so was wie die Lieblingsdisziplin dieses Straßenkickers waren. Wann immer der Emotionspegel in der Vergangenheit anschwoll, schien Görlich in seinem Element. Bälle fordern, nie zurückziehen, notfalls eklig sein: „Aggressive Leader“ hat das mal wer genannt.

Von den fußballerischen Qualitäten des Mannes ganz abgesehen. Auch dank seiner Buden stiegen die Nullachter 2016 in die Bezirksliga auf. Ein Jahr später trat Görlich ausbildungsbedingt kürzer, kehrte aber nach anderthalb Spielzeiten bei Westfalia Vinnum und einer dreimonatigen Sperre (Schwarz-Gelb verweigerte damals die Freigabe) an den Ring zurück. 2020 folgte der Wechsel des Offensiv-Allrounders zu Landesligist BSV Roxel – und in diesem Sommer das (vorläufige) Karriereende. Mit 25. „Ich hatte beruflich, auch im Ausland, so viel zu tun, dass ich nie und nimmer viermal in der Woche beim BSV hätte trainieren können“, erklärt Görlich.

Einer, der den Mund aufmacht

Wovon wiederum Union-Coach Daniel Schürmann Wind bekam, der den Ex-Kapitän bekniete, doch bitte in den Schoß der 08-Familie zurückzukehren: „Klar wird er nicht jede Einheit mitmachen können. Aber das Problem hat Nils Husken zum Beispiel auch. Der Beruf oder die Ausbildung gehen nun mal vor. Da Sven jedoch eine gute Grundphysis mitbringt, wird er uns mit Sicherheit helfen – gerade weil er einer ist, der marschiert. Der den Mund aufmacht. Beim ersten Training war er gleich wieder der Lauteste.“

Gut möglich, dass der verlorene Sohn bereits am kommenden Sonntag (14. November), 14.30 Uhr, wenn die hiesigen Fußballer den Klassenbesten Mengede 08/20 empfangen, auf dem Rasen steht. Spitzenreiter fressen: Auch das gehört zu Görlichs persönlichen Vorlieben.

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