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Motorsport: 81. ADAC-Grasbahnrennen

Trio mit Treppchendrang – Hülshorst, Benneker und Durau haben was vor

Lüdinghausen

Am morgigen Vatertag (26. Mai) dröhnen nach zwei Jahren Corona-Pause wieder die Motoren. Die drei Fahrer des AMSC Lüdinghausen haben beim Heimrennen ein bisschen was vor. Die Form passt jedenfalls.

Von Florian Levenig

Der Mann mit der Nummer 41: Christian Hülshorst. Erst 27, aber schon vor zehn Jahren dabei: Dominik Durau. Foto: red

Beim Wort „Youngster“ protestiert Enduro-Pilot Dominik Durau. Er tut das zwar mit einem Augenzwinkern, verweist aber mit einigem Recht darauf, dass er ja fast schon ein alter Hase sei: „2012 bin ich in Lüdinghausen zum ersten Mal gestartet, da war ich 17.“ Und auf der Tribüne des Westfalenrings habe er bereits im zarten Alter von acht Monaten gesessen. Das muss ungefähr zu der Zeit gewesen sein, als ein anderer Lokalmatador, Christian Hülshorst, die ersten Runden auf dem hiesigen Oval drehte.

Hat gut in seiner Wahlheimat trainiert: Jens Benneker. Foto: rau

Also gut: Was haben sich der nicht mehr ganz so junge Youngster und der Routinier für das Grasbahnrennen am morgigen Vatertag (26. Mai) vorgenommen? Die Antwort ist relativ simpel: Beide wollen aufs Podest, für den einen wie für den anderen wäre es eine Premiere beim Heimspiel. Jens Benneker, der dritte Fahrer des AMSC Lüdinghausen, würde sich dagegen bereits mit dem Erreichen des Endlaufs begnügen, „das ist mein wichtigstes Ziel“.

Zwei Siege als B-Solist

Wobei: Ins A-Finale zu kommen, damit könnte sich auch Hülshorst anfreunden. Der Mann, der in den 1990er-Jahren zwei Mal bei den B-Solisten triumphierte, läuft seit dem Wechsel in die A-Lizenz-Klasse um die Jahrtausendwende herum einem Treppchenplatz hinterher. Mal kam ihm ein anderes Motorrad in die Quere, mal gab es technische Probleme, mal war es schlicht Pech, das den Lokalmatador den Sprung aufs Podium ausgerechnet vor dem eigenem Anhang kostete.

Hülshorst, der in wenigen Tagen 45 wird, mag sich da nicht mehr zu sehr unter Druck setzen: „Wenn‘s klappt: schön. Wenn nicht, probiere ich es halt 2023 wieder.“ Viel wichtiger sei doch eh, „dass das Rennen nach zwei coronabedingten Ausfällen überhaupt wieder stattfindet“.

Faktor Erfahrung

Trotzdem: Jens Benneker und er sind gut in Schuss. Bei der Generalprobe in Lübbenau landete „Hülse“ auf dem vierten Rang – unmittelbar vor dem Vereinskollegen. Einen echten Favoriten, so der Ältere, gebe es am Donnerstag nicht: „Die Hälfte aller Teilnehmer fährt um den Sieg mit.“ Benneker, 33, sieht das ähnlich: „Das Feld ist ziemlich ausgeglichen.“ Er selbst habe „gut trainiert“ auf seiner Hausbahn im niedersächsischen Wagenfeld, wo der Lüdinghauser inzwischen lebt.

Erst 27, aber schon vor zehn Jahren dabei: Dominik Durau Foto: red

Welche Rolle die Erfahrung beim Heimrennen spielt? „Eine große“, glaubt Hülshorst. Preschten die „jungen Wilden“ mit dem Startschuss immer gleich nach vorn, weiß der Oldie, „dass es manchmal ratsamer sein kann, sich aus dem Gewühl zu Beginn eines jeden Laufs rauszuhalten“.

Mangelnde Routine war es indes nicht, die Durau 2019, bei der bis dato letzten Austragung auf dem Ring, stoppte. Die Maschine eines Konkurrenten habe ihn am Hinterkopf erwischt. „Ganz klar in der Birne“ sei er danach nicht mehr gewesen, so der Nottulner. Aber: „Das gehört im Motorsport dazu.“

Ex-Weltmeister de Jong am Start

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