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Reiten: Dressur-Ass nicht im Nationalkader

U 25-Heim-EM ohne Becks

Lüdinghausen/Ottm...

Die Europameisterschaft Anfang September im Hagen am Teutoburger Wald findet ohne die dreimalige Titelträgerin Jil-Marielle Becks statt. Bundestrainer Sebastian Heinze stärkt seinem Schützling den Rücken.

Gewannen bei der EM 2018 zwei Mal Gold: Jil-Marielle Becks und Damon’s Satelite NRW. Foto: pp

Dass Jil-Marielle Becks, vielfache Medaillengewinnerin bei U 25-Europameisterschaften in der Dressur, nicht auf der Longlist der Nominierten für die Heim-EM Anfang September in Hagen a. T. auftauchen würde, war absehbar. Schließlich fehlte die 23-jährige Ottmarsbocholterin, die für den RV Lüdinghausen startet, bei allen entsprechenden Sichtungen. Damit hat Becks auch ihren Platz im aktualisierten Nachwuchskader verloren.

Allerdings betont Bundestrainer Sebastian Heinze, dass „die Übergänge fließend sind. Wir wissen alle um Jils große Begabung, ihren Ehrgeiz und ihre tollen Pferde. Deshalb wird es, denke ich, nur eine Frage der Zeit sein, wann sie wieder auf die internationale Bühne zurückkehrt.“

Trotzdem habe die vorübergehende Ausbootung konkrete Folgen: „Der DOSB schaut bei der Förderung sehr genau hin. Muss er auch, immerhin geht es da um Steuergelder. Das ist ein hochkomplexes System. Wir versuchen das aber, über die Spitzensportförderung zu regeln. So dass Jil weiter das bestmögliche Training erfährt.“

Dass sich sein Schützling zuletzt auf den großen Turnieren eher rar gemacht hat, stößt bei Heinze auf Verständnis: „Zum einen kann man in einer Pandemie Reitern keinen Vorwurf machen, die weite Wege scheuen. Zum anderen ist nachvollziehbar, dass Jil ihre Pferde nur dann vorführt, wenn sie absolut überzeugt davon ist, dass sie – auch bei einer EM – zu den Besten zählt. Dafür hat sie in der Vergangenheit einfach zu viel gewonnen. Das muss ihr Anspruch sein.“

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