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Disc-Golf: Horstmann U 19-Vizemeister

„Überragender Erfolg“

Lüdinghausen

Philipp Horstmann (DG Lüdinghausen) hat bei den nationalen Meisterschaften in Freiburg erneut einen Treppchenplatz belegt. Der 17-Jährige schnitt sogar noch ein bisschen besser ab als 2020. Seine Vereinskollegen zeigten an Tag drei ihr ganzes Können.

Der Lüdinghauser Philipp Horstmann (l.) musste nur Joris Richter (M.) den Vortritt lassen, Drittplatzierter war am Ende Louis Siebert. Foto: DG

Erstmals mit vier Spielern bei einer DiscGolf-DM: Das ist für den jungen Verein aus Lüdinghausen schon ein Statement. Einer, Philipp Horstmann (U 19), hatte sogar Chancen auf Edelmetall – und holte am Ende tatsächlich Silber.

Sven Olbers aus Ahaus, Sven Ostendarp (Gescher), Carsten Rorhmann Nottuln) und eben der Lüdinghauser Horstmann gingen also auf die erste Runde im Dietenbachpark in Freiburg. Allen war der Kurs unbekannt, lediglich eine Trainingsrunde tags zuvor war den Teilnehmern gestatte. 21 höchst unterschiedliche und teils extrem schwere Bahnen lagen vor dem Quartett.

Horstmann startete bei stark böigen Winden vorsichtig. Erst auf der zweiten Hälfte kam der Vorjahresdritte langsam in Schwung, spielte ein paar Birdies und lag schließlich drei Würfe unter Par. Topfavorit Joris Richter spielte nahezu fehlerfrei und lieferte mit eine wahre Traumrunde ab (-12).

Olbers (+6) hatte wie alle Starter in der Open-Klasse mit dem Wind zu kämpfen. Ostendarp und Rohrmann (beide Masters) kamen noch schlechter zurecht und fanden sich am Ende des ersten Tages im Hinterfeld wieder.

DG-Trio rückt vor

An Tag zwei startete der Lüdinghauser Youngster stark, konnte das Niveau aber nicht halten. Insbesondere ein Bogey auf der letzten Par-5-Bahn verhagelte Horstmann den Score (+2) – und Richter (-5) setzte sich weiter ab.von Horstmann absetzen. Allerdings konnten die Verfolger in der Junioren-Klasse ebenfalls nicht auftrumpfen, so dass Horstmann schon vier Würfe Vorsprung auf den Dritten hatte. Ostendarp (+3) spielte eine solide zweite Runde, Olbers und Rohrmann erwischten einen gebrauchten Tag und fielen weit zurück.

Am Samstag galt es für das Trio der Älteren, sich anständig aus Freiburg zu verabschieden. Realistische Chancen auf das Finale hatte keiner der drei Spieler mehr. Für Horstmann ging es darum, die die Verfolger auf Distanz zu halten und Platz zwei abzusichern. Und endlich zeigten die vier Münsterländer, weshalb sie sich für die DM qualifiziert hatten. Horstmann versuchte sich an Birdies, wo diese machbar schienen, wählte das sichere Par auf den restlichen Bahnen und blieb – wie Richter – sieben Würfe unter Platzstandard. Olbers, Rohrmann und Ostendarp (rückte noch in die Top 20 vor) überzeugten ebenfalls.

Im Finale ging für Horstmann nach vorn nichts mehr, nach hinten aber auch nicht. So reichte dem 17-Jährigen ein durchschnittliches Ergebnis (+5) auf den letzten 18 Bahnen, um souverän hinter Richter Vizemeister zu werden – für Disc Golf Lüdinghausen „ein herausragender Erfolg und Beleg für die gute Jugendarbeit“, heißt es abschließend im Pressebericht.

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