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Volleyball: Turniere

Ungewohntes Terrain – Union Lüdinghausen baut auf Sand

Lüdinghausen

An Hallensport ist, trotz sinkender Infektionszahlen, noch lange nicht zu denken. Müssen die Spielerinnen des SC Union Lüdinghausen eben ihr angestammtes Habitat verlassen. Bereits Anfang Juni soll es so weit sein – natürlich unter Vorbehalt.

Von Florian Levenig

Hoffen, dass im Frühsommer auf der Beach-Anlage am Westfalenring Turniere stattfinden: Union-Abteilungsleiter Dirk Havermeier (l.) und Trainer Oliver Freitag. Foto: Union

Letztlich ist es egal, ob ein wichtiges Duell um die Meisterschaft oder ein albernes Trainingsspielchen ansteht: Was zählt, ist – Sportler ticken so – der Sieg. „Kompetitivität“ lautet der Fachbegriff, den Oliver Freitag anbringt. Allein: Bei den geplanten Volleyballturnieren vor Ort – fünf an der Zahl – gehe es ausnahmsweise „nicht darum, irgendwelche Pokale zu gewinnen“, so der Coach des Verbandsligisten Union Lüdinghausen 2 und Assistenztrainer der ersten Mannschaft (Regionalliga). Sinn der Übung sei vielmehr, „dass die Mädels sich überhaupt mal wieder treffen und gemeinsam Sport treiben“.

Dafür nähmen die Nullachterinnen sogar in Kauf, ihr gewohntes Habitat, die Halle, zu verlassen, um unter freiem Himmel zu pritschen und zu baggern. „Außer“, sagt Freitag Mitte der Woche beim skeptischen Blick aus dem Fenster, „es stürmt und regnet“. Wobei ja noch etwas Zeit bleibt, angedacht sind die drei Senioren- sowie zwei Jugend-Wettbewerbe für den Zeitraum zwischen Anfang Juni und Mitte Juli.

Bis dahin, so die Hoffnung der 08-Verantwortlichen, kriege sich nicht nur das Wetter ein, sondern vielleicht ja auch das Virus. „Trotzdem laufen die Planungen logischerweise unter Vorbehalt“, betont Freitag. Gespielt werden soll auf der Beach-Anlage des Westfalenrings – allerdings mit Vierer-Teams und, ganz wichtig, nach Indoor-Regeln. Er habe, lacht der Coach, während seiner Zeit beim VV Schwerte „mal Wochen gebraucht, um den Spielern im Spätsommer, nach der Rückkehr in die Halle, den Pokeshot auszutreiben“. Die Schlagtechnik mit den Fingerknöcheln ist nur draußen ein probates Mittel.

Interesse riesig

Andersrum ließen sich klassische Großfeld-Elemente wie der Dreier-Annahmeriegel eins zu eins in den Sand übertragen. Und: „Es ist für eine gelernte Mittelblockerin ja nicht verkehrt, wenn sie auch mal Bälle im Hinterfeld abfängt.“ Gerade der Chefcoach der Ersten, Süha Yaglioglu, sei ein großer Freund davon, dass sich Spielerinnen auch mal auf ungewohntes Terrain begeben.

Zusätzliches Plus: Die, die gerade nicht auf einem der drei Beach-Felder im Einsatz sind, könnten sich, mit reichlich Abstand, im angrenzenden Waldstadion verteilen. Wer trotzdem Bedenken hygienischer Art habe, werde „selbstverständlich“ von niemandem zum Mitmachen genötigt. Das Interesse an den geplanten Turnieren sei in jedem Fall groß, hat Freitag festgestellt: „Wir rechnen mit bis zu neun Mannschaften pro Wettkampf“ – darunter allein drei des SC Union und zwei des TV Datteln.

Samstags kämen demnach Kreis- und Bezirksligisten zum Zuge, tags darauf wären die Landes- bis Oberligisten dran – verstärkt, wie etwa im Falle der Schwarz-Roten, mit Spielerinnen aus Liga vier. Das sieht der WVV laut Freitag nicht ganz so eng.

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