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Volleyball: Spielklassenreform

Union Lüdinghausen hängt in der Luft

Lüdinghausen

Ab dem Sommer soll es die neue, eingleisige zweite Liga geben. Was sich auch auf die Zusammensetzung der unteren Klassen auswirken dürfte. Doch Union Lüdinghausen und Co. warten bislang vergeblich auf verlässliche Infos.

Marleen Beuers (l.) und Felice Lyn Lethaus können sich strecken, wie sie wollen: Auf die Spielordnung haben sie keinen Einfluss. Foto: chrb

Eine neue, eingleisige zweite Liga einführen: Kann man machen. Zu groß war in den vergangenen Jahren die Kluft zwischen Volleyball-Ober- und Unterhaus. Aufstiegswillige Teams, im Norden zumal: Fehlanzeige. Bloß hat eine solche Spielklassenreform – und jetzt kommt Union Lüdinghausen ins Spiel – natürlich Auswirkungen auf die unteren Ligen.

„Wir hängen ein bisschen in der Luft“, erklärt 08-Abteilungsleiter Dirk Havermeier. Ob vom nationalen (DVV) oder dem NRW-Verband (WVV): Nirgends sei eine verlässliche Auskunft darüber zu bekommen, welche Auf- und Abstiegsregeln im Sommer greifen. Auch sei die Frage gestattet, warum man eine so folgenreiche Umstrukturierung „mitten in der laufenden Spielzeit anleiert“. Bereits 2023/24 soll es was werden mit der „2. Bundesliga Pro“.

Relegation der Vizemeister?

Was dann mit den hiesigen Oberliga-Frauen passiert: unklar. Die wollen zwar nach wie vor Meister werden und würden in dem Fall umgehend in die Viertklassigkeit zurückkehren. Aber, so Havermeier: „Es ist ja kein ganz unrealistisches Szenario, dass wir am Ende den zweiten Platz belegen. Und dann würden wir schon gern zeitnah wissen, ob die drei Vizemeister zumindest eine Relegation bestreiten.“

Was auch den TV Werne (und andere Klubs) brennend interessiere, wie der Union-Chef aus Gesprächen mit den Verantwortlichen der Konkurrenz weiß. Bloß sei man dort kaum schlauer als in der Steverstadt. Derzeit ist es ein Kopf-an-Kopf-Rennen um die Meisterschaft zwischen TVW, SC Hennen und der Sechs von Suha Yaglioglu.

Kein Massenaufstieg

Ob wirklich nur der Erste aufsteigt? WVV-Spielwart Volker Francke kann da nur bedingt Auskunft geben: „Wir haben 13 Teams in Liga drei, von denen der VCO Münster ein garantiertes Startrecht genießt. Eine Klasse drunter sind es sogar 14 Mannschaften. Daher wird es garantiert keine Massenaufstiege von der Oberliga an abwärts geben. Aber ganz sicher wissen wir erst Mitte, Ende Mai, also nach Meldeschluss, wer 2023/24 wo aufschlagen wird.“

Zu spät, findet Havermeier: „Nicht nur die Vereine brauchen Planungssicherheit. Das gilt auch und gerade für unsere Spielerinnen. Einige wollen unter allen Umständen zurück in die Regionalliga – mit uns oder, notfalls, bei einem anderen Verein.“ Bleibe also nur die Option, allen Eventualitäten aus dem Weg zu gehen und es selbst auf dem Parkett zu richten: „Wir hatten den Titel ja schon vor der Saison als Ziel ausgegeben – als von der neuen zweiten Liga noch gar nicht die Rede war.“

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