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Fußball: Bezirksliga 9

„Union Lüdinghausen ist ein besonderer Klub“ – Markus Rips über sein Comeback

Lüdinghausen

Union Lüdinghausen empfängt am Montag (6. Juni), 15 Uhr, BW Huckarde. Für den Klassenerhalt der Nullachter braucht es fast schon ein kleines Wunder – und einen fähigen Goalgetter.

Von Florian Levenig

Ballgewandt ist Markus Rips (l.) bis heute, da staunen selbst die Kollegen. Nur für einen Startelfeinsatz reiche die Power nicht mehr.  Foto: flo

Die Idee war so simpel wie genial: mit Markus Rips den Mann zurückzuholen, der mit seinen Treffern nicht unerheblich zum Bezirksligaaufstieg des SC Union Lüdinghausen 2016 beigetragen hatte. Um sechs Jahre später den Abstieg in die Kreisliga A auf den letzten Drücker zu vermeiden. Und der Plan schien ja auch aufzugehen: Fünf Minuten brauchte Rips beim Comeback Mitte März, um nach der späten Einwechslung gegen RW Germania zu netzen. Zwei weitere Tore – wieder war der 32-Jährige von der Bank gekommen – folgten in Schwerin.

Hätte der Angreifer die Quote anschließend nur annähernd bestätigt, wären die „Eisernen“ längst aus dem Gröbsten raus. Das Problem: Rips erlitt bei seinem zweiten Kurzeinsatz einen Muskelfaserriss, musste mehrere Wochen zuschauen – und als er endlich wieder randurfte, standen die Nullachter bereits mit anderthalb Beinen in der A-Liga.

Nullacht bezirksligatauglich

Ob der Abstieg überhaupt noch abzuwenden sei? „Wir haben keine Chance – aber die wollen wir nutzen“, sagt Rips. Heißt: erst die eigenen Hausaufgaben machen und BW Huckarde im Heimspiel am Pfingstmontag (6. Juni), 15 Uhr, schlagen, dann Daumen drücken, dass die SG Castrop-Rauxel (empfängt Nordkirchen) sowie Stockum (bei Westfalia Huckarde) jeweils maximal einfach punkten. Grundsätzlich halte er die aktuelle 08-Truppe für bezirksligatauglich: „Die Qualität ist definitiv vorhanden. Vielleicht sind die Jungs hin und wieder ein bisschen zu lieb.“

Dem Ex-Verein in einer schwierigen Situation für ein paar Monate zu helfen – für Rips war das ein No-Brainer: „Union ist für mich ein besonderer Klub. Außerdem kenne ich ja noch ein paar Spieler aus der Meistersaison.“ Und Kumpel Mahmoud Abdul-Latif kann er eh nichts abschlagen. Schon 2018/19, als der 08-Coach noch Fortuna Seppenrade trainierte und es im Rosendorf einen Engpass an vorderster Front gab, half der Vollblutstürmer aus (und traf selbstredend prompt).

Nur an eine dauerhafte Rückkehr auf den Rasen sei nicht zu denken: „Wenn ich so etwas machen würde, dann nur zu 100 Prozent. Und das geht bei drei Kindern schlecht.“ Also wird Rips übermorgen wieder für etwa 30 Minuten – für mehr reiche die Power nicht – die Schuhe schnüren. Und auf das Wunder von Lüdinghausen hoffen.

Nullacht-Trainer „ziemlich zuversichtlich“

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