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Volleyball: Frauen-Oberliga

Union Lüdinghausen verlängert mit Yaglioglu

Lüdinghausen

Union Lüdinghausen geht nach dem Abstieg aus der Regionalliga mit dem alten Trainer in die neue Spielklasse. Suha Yaglioglu hat den Vertrag mit den Schwarz-Roten verlängert, es wird seine dritte Saison mit den Lüdinghause­rinnen. Auch der Kader bleibt (fast) der gleiche. Voraussichtlich wird nur eine Spielerin die Mannschaft verlassen.

Von Christian Besse

Die Planungen sind schon wieder in vollem Gange: Union Lüdinghausen geht mit Suha Yaglioglu in die Oberliga. Foto: Christian Besse

Nach neun Jahren in der vierthöchsten Spielklasse schlagen die Volleyballerinnen von Union Lüdinghausen ab September in der Oberliga auf. Der Abteilungsvorstand der Schwarz-Roten hat für die nächste Saison den größten Pflock schon eingeschlagen: Suha Yaglioglu hat den Vertrag mit Union verlängert und geht in seine dritte Saison mit den Lüdinghause­rinnen. Christian Besse sprach mit dem 64-Jährigen Hammenser über seine Beweggründe, das Saisonziel und den Kader.

Mussten Sie lange überlegen, ob Sie das Angebot von Union annehmen?

Yaglioglu: Nein. Ich bin gerne bei diesem Verein, fühle mich hier sehr wohl . . . Die Zusammenarbeit im Trainerteam mit Olli (Freitag, d. Red), Christine (Drees) und Niklas (Domanik) ist sehr gut, ich kenne die Spielerinnen – und die Leute im Abteilungsvorstand teilweise schon sehr lange. Ich habe ja schon zwei Jahre in Lüdinghausen trainiert, bevor ich damals zum ASV Senden gewechselt bin. Der Vorstand hätte mir jetzt nach dem Abstieg auch sagen können: ,Wir machen mit einem neuen Trainer weiter.‘ Das hat er nicht getan.

Stichwort ASV: Sie haben 21 Jahre in Senden trainiert, haben die Frauen in die 3. Liga geführt. Hat in Lüdinghausen jetzt eine neue Yaglioglu-Ära begonnen?

Yaglioglu (lacht): Wenn ich Union so lange trainieren würde wie den ASV, wäre ich am Ende über 80 Jahre alt. Da will mich kein Verein mehr haben . . . Aber solange ich auf meinen eigenen Beinen stehe und mein Wissen an junge Leute weitergeben kann, werde ich das tun.

Ist das Ziel der kommenden Saison der direkte Wiederaufstieg?

Yaglioglu: Natürlich ist das unser Ziel. Der Kern der Mannschaft ist geblieben, Gott sei Dank . . . Nur Svenja Mumm hat uns verlassen, sie wechselt zum VC Allbau Essen in die zweite Liga, wo ja seit einem Jahr auch Sina Allzeit spielt. Paulina Voges aus unserer zweiten Mannschaft haben wir in die erste hochgezogen. Und dann haben wir noch mehrere auswärtige Kandidatinnen. Da ist aber noch nichts spruchreif.

Trainer Suha Yaglioglu

Nach dem Abstieg spielt Ihre Mannschaft nur noch eine Liga höher als Union 2 in der Verbandsliga. Das ist doch sicherlich wenigstens in dieser Hinsicht auch ein Vorteil, weil sich Spielerinnen aus der Zweiten nicht mehr an einen ganz so großen Leistungsunterschied gewöhnen müssen, wenn sie nun in der Oberliga aushelfen?

Yaglioglu: Einen so großen Leistungsunterschied hatten wir in der vergangenen Saison auch nicht, auch wenn wir zwei Ligen höher gespielt haben als unsere Zweite. Der SCU unterscheidet nicht zwischen den Mannschaften, wir sind ein Team. Für mich ist Union wie eine große Familie. Dazu hat unsere Zweite lange um den Aufstieg mitgespielt. Wenn sie das geschafft hätte, würde sie jetzt auch in der Oberliga spielen, vielleicht sogar mit meiner Mannschaft in der gleichen Staffel . . .

Noch einmal zurück zum ASV: Haben Sie nach den vielen erfolgreichen Jahren in Senden noch Kontakt zu Ihrem ehemaligen Verein?

Yaglioglu: Nein. Ich bin ja schon seit drei Jahren nicht mehr in Senden. Da hat sich eine Menge getan, nicht nur auf dem Parkett . . . Auch im Abteilungsvorstand gibt es neue Leute. Die Entwicklung der ersten Mannschaft verfolge ich aber sehr wohl, schließlich ist der ASV ja in der Verbandsliga Ligakonkurrent von Union Lüdinghausen 2.

Wertschätzung auf Gegenseitigkeit

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