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Badminton: Bundesliga

Union Lüdinghausen verpasst Zählbares um Haaresbreite

Lüdinghausen

Der SC Union Lüdinghausen hat, personell gehandicapt, das Auswärtsspiel beim TV Refrath mit 2:5 verloren. Enttäuscht war 08-Teammanager Michael Schnaase nach der erwartbaren Niederlage nicht – nur ein bisschen traurig.

Von Florian Levenig

Bezwang im zweiten Einzel Ex-Nationalspieler Lars Schänzler in vier Durchgängen: der Niederländer Nick Fransman. Foto: Levenig

Das Unterfangen, einen Zähler aus Refrath mitzunehmen, schien ziemlich ambitioniert. Schließlich hatte Badminton-Bundesligist Union Lüdinghausen die Fahrt ins Bergische Land quasi mit dem letzten Aufgebot angetreten (WN berichteten). Und doch waren die Nullachter nur Winzigkeiten vom angestrebten Punktgewinn entfernt. „Schade“, meinte Michael Schnaase lapidar nach dem 2:5.

Der 08-Teammanager bezog sich dabei in erster Linie auf die so knappe wie unglückliche Niederlage im gemischten Doppel. Die formstarke Eva Janssens und der gerade rechtzeitig von den Irish Open zurückgekehrte Ties van der Lecq ließen in der Begegnung mit den TVR-Auswahlspielern Jan Colin Völker und Leona Michalski im finalen Durchgang zwei Matchbälle ungenutzt. 12:14 hieß es am Ende der vorletzten Partie aus Sicht der Gäste. Damit war klar, dass Lüdinghausen mit leeren Händen heimfahren würde.

Nicht, dass Schnaase seinem reduzierten Personal deshalb einen Vorwurf gemacht hätte: „Alle haben wirklich gut gespielt.“ Das gelte für die beiden Herren-Doppel ebenso wie für Aram Mahmoud, der in einem phasenweise hochklassigen Spitzeneinzel dem wiedererstarkten Fabian Roth unterlag. Das gelte für Nick Fransman, der Ex-Nationalspieler Lars Schänzler in vier Sätzen bezwang. Und das gelte erst recht für Janssens sowie Bundesliga-Debütantin Kelly van Buiten, die das Damen-Doppel gegen das Refrather Duo Michalski/Ann-Kathrin Spöri nach einem 0:2-Rückstand noch umbogen.

Debütantin überzeugt im Doppel

Die junge Niederländerin war dabei sogar leicht angeschlagen ins Match gegangen und musste im anschließenden Einzel-Duell mit Spöri nach verlorenem ersten Satz aufgeben. „Sie hätte aber selbst ohne dieses Handicap keine Chance gehabt“, weiß Schnaase. Schließlich ist van Buiten, anders als die DM-Dritte aus Refrath, eine ausgebildete Paarspielerin.

Union verharrt damit auf dem achten Tabellenplatz. Woran sich nach den Kracher-Heimspielen gegen Dortwelweil und Bischmisheim (4./5. Dezember) wenig ändern dürfte. „Wir müssen auf eine bessere Rückrunde hoffen“, so der 08-Teammanager abschließend.

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