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Basketball: Landesliga 7

Union Lüdinghausen will Feld von hinten aufrollen

Lüdinghausen

Union Lüdinghausen hat jetzt Sonntag (22. Januar), den ATV Haltern in der Dreifachhalle an der Tüllinghofer Straße zu Gast (Tip-off: 18 Uhr). Die Nullachter wollen mit Rückrundenbeginn ihre Aufholjagd starten. Wie das geht, wissen sie.

Quereinsteiger Philip Just (am Ball) zählte in der Hinrunde zu den wenigen positiven Erscheinungen beim hiesigen Landesligisten. Foto: flo

Für die Landesliga-Korbjäger des SC Union Lüdinghausen ist der Blick auf die Tabelle durchaus vertraut. Bereits vor einem Jahr standen sie nach der Hinrunde ziemlich weit unten – um dann dank eines furiosen Schlussspurts doch noch die Kurve zu kriegen. Nichts anderes hätten sie, zwölf Monate später, im Sinn, wie Lars Kremerskothen erklärt. Wobei: „Wäre vielleicht ganz schön, wenn wir diesmal etwas eher mit dem Punkten beginnen.“ Gerne schon jetzt Sonntag (22. Januar), wenn der ATV Haltern in der Dreifachhalle an der Tüllinghofer Straße gastiert (Tip-off: 18 Uhr).

Es gibt freilich einen Unterschied zur Vorsaison. Seinerzeit war der erste Saisonteil vor allem deshalb in die Buxe gegangen, „weil wir richtig mies aus der Corona-Pause kamen“. Diesmal gibt es handfestere Gründe für Tabellenplatz elf und nur einen Sieg aus zehn Duellen. Etliche Stammkräfte (Felix Wentzel, Philipp Regier, Philip Just, Artjom Haas, Kremerskothen) fehlten verletzungs- oder krankheitsbedingt, teils über Wochen. „Verteidigen kann man auch im Team. Aber gerade in der Offensive ist das dann natürlich irgendwann nicht mehr zu kompensieren, wenn Top-Scorer wie Felix oder Artjom so lange nicht zur Verfügung stehen“, so Kremerskothen.

In Bestbesetzung konkurrenzfähig

Der 08-Guard selbst musste wegen eines Bänderrisses im Fuß in der Hinrunde passen, hat in der Zeit aber Headcoach Toney Jewell assistiert und hält die neuerliche Wende zum Positiven für machbar. Bis auf Liga-Souverän UBC Münster 3 gebe es kaum eine Mannschaft in der Liga, „gegen die wir, wenn alle Mann an Bord sind, von vornherein chancenlos sind.“ Was insofern eine gute Nachricht ist, da die Langzeitausfälle tatsächlich allesamt zurück auf dem Parkett sind.

Zwar steigt neben Westfalia Kinderhaus 2 (hat sein Team abgemeldet) möglicherweise nur noch ein weiteres Team ab. Weshalb den Nullachtern unter Umständen schon ein weiterer Sieg über den aktuell Drittletzten TV Emsdetten – im Hinspiel gab’s ein 97:85 in eigener Halle – reicht, um die Klasse zu halten. „Aber darauf können und wollen wir uns nicht verlassen“, betont Kremerskothen, der sich stattdessen „eine kleine Serie wünscht“. So wie in der Rückrunde 2021/22. Drei, vier Siege am Stück, und Lüdinghausen wäre vermutlich aus dem Gröbsten raus.

Bücker und Just überzeugen

So deprimierend die erste Saisonhälfte in Teilen verlief: Es gab auch zwei positive Erscheinungen. Oldie Bücker, der seine Laufbahn eigentlich längst beendet hatte, nutzte die pandemiebedingte Pause, um all seine Wehwehchen auszukurieren, und hat laut Kremerskothen „wieder richtig Bock“.

Und dann ist da ja noch Quereinsteiger Just. Fußball kann der Ascheberger eines chronischen Hüftleidens wegen nicht mehr spielen, Basketball schon. Kremerskothen findet es „bemerkenswert, welche rasanten Fortschritte Philip bei uns macht. Er war ja vorher nie in einem Verein.“ Weil mit Wentzel einer der etatmäßigen Center zu der Zeit außen vor war (siehe oben), bekam der 23-Jährige von Beginn an seine Spielanteile. In der Emsdetten-Partie glänzte Just als zweitbester Schütze (21 Punkte) nach Bücker (35). „Dirk ist auch derjenige, der Philip wichtige Tipps gegeben hat, wie man sich unter den Körben bewegt,“ weiß Kremerskothen.

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