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Volleyball: Sofortiger Spielstopp

Union und ASV dürfen schon jetzt nicht mehr ran

Lüdinghausen/Senden

Die Volleyballerinnen von Regionalligist Union Lüdinghausen und Oberligist ASV Senden dürfen schon ihre Heimspiele am kommenden Wochenende nicht mehr austragen. Die Verbände DVV und WVV haben ein sofortiges Spielverbot verhängt. Ausgenommen sind nur die erste und zweite Bundesliga.

Christian Besse

Gerade den ersten Sieg eingefahren – und nun mindestens vier Wochen Pause. Der Sport-Lockdown kommt für die Spielerinnen von Union Lüdinghausen zu einem ungünstigen Zeitpunkt. Foto: Christian Besse

Ab kommenden Montag greift der Teil-Lockdown der Bundesregierung. Dürfen deshalb die Volleyballerinnen von Regionalligist Union Lüdinghausen und Oberligist ASV Senden am Wochenende noch ran? Nein – der WVV (zuständig von den Kreisligen bis zur Oberliga einschließlich) und der DVV (verantwortlich von der Regionalliga aufwärts) haben dem Spielbetrieb ab sofort einen Riegel vorgeschoben. Ausgenommen davon sind nur die erste und zweite Bundesliga.

„Wir nehmen die Corona-Situation, die Ängste und Bedenken der Volleyball-Teams in den Vereinen sehr ernst und sind uns unserer Fürsorgepflicht bewusst“, wird DVV-Generalsekretärin Nicole Fetting auf der Website des Verbandes zitiert. „Aus diesem Grund haben wir beschlossen, bereits den Spieltag vor dem Inkrafttreten der neuen Maßnahmen ab dem 2. November abzusagen. Wir hoffen, dass alle damit verantwortungsbewusst umgehen, damit wir ab Dezember den Spielbetrieb fortsetzen können. Ein Saison-Abbruch soll die letztmögliche Option bleiben.“

„Das ist schade, aber wir können es nicht ändern“, sagt Union-Trainer Suha Yaglioglu, dessen Team am Samstag um 17 Uhr den SV Wachtberg in der Halle des Berufskollegs empfangen hätte, auf Nachfrage der WN. „Die Gesundheit geht vor. Und es sind ja alle Sportvereine und Mannschaften betroffen.“

Für die Lüdinghauserinnen kommt die Zwangspause dennoch ungelegen. „Wir waren gut drauf“, meint der Coach in Bezug auf den 3:1-Sieg am vergangenen Samstag in Düsseldorf, den ersten Sieg im fünften Spiel. Mit einem zweiten Erfolg gegen den Drittletzten Wachtberg hätte Union auch den aktuell Drittletzten aus dem Rhein-Sieg-Kreis in der Regionalliga-Tabelle überholen können.

Auch die Sendenerinnen, die nach zwei Siegen und drei Niederlagen am Samstagabend den Oberliga-Dritten VV Schwerte in der Neuen Halle zu Gast gehabt hätten, müssen nun warten, um in der Tabelle wieder nach oben zu klettern. Überrascht waren die ASV-Verantwortlichen von dem Beschluss des Westdeutschen Volleyball-Verbandes jedoch nicht. „Ich hatte damit gerechnet, dass wir schon am Samstag nicht mehr antreten können“, sagt Steffi Venghaus, zweite Vorsitzende der Volleyballabteilung. „Aber es ist natürlich bitter, dass wir vier Wochen nicht nur nicht spielen, sondern auch nicht trainieren können.“

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