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Fußball: Lüdinghausen verspielt Auftaktsieg in den letzten Minuten

Union zu grün hinter den Ohren

Lüdinghausen

Keinen Sieger gab es im Steverderby. Nach 96 turbulenten Minuten hieß es 2:2 (1:0) in der Partie zwischen Union Lüdinghausen und SuS Olfen. Beide Gästetore fielen in der Nachspielzeit.

Von Leon Sicking

Max Schmidt (am Ball) und Co. sahen lange wie die sicheren Sieger im Steverderby aus. Foto: Leon Sicking

Die neue Bezirksligasaison startete für Union Lüdinghausen am Sonntag mit einer kalten Dusche. Nach einer soliden Leistung gegen Derbyrivalen SuS Olfen mussten die Gastgeber in der Schlussphase noch zwei Tore zum Ausgleich (2:2) hinnehmen.

Die erste Halbzeit war nicht besonders schön anzusehen. Eine zerfahrene Partie entwickelte sich träge. Viele Unterbrechungen durch Verletzungen und einen äußerst aufmerksamen Schiedsrichter ließen keinen echten Spielfluss zu.

Folgerichtig fiel das einzige Tor im ersten Durchgang nach einer Standardsituation: Union-Kapitän Jonathan Krüger spielte einen wunderbaren Ball vor den Gästekasten, in dessen Flugbahn Simon Homann nur noch seinen Kopf reinhalten musste – 1:0 für Union.

Die Gastgeber kamen dann auch besser aus der Pause. Olfen wirkte durch den Gegentreffer noch immer verunsichert. Lüdinghausen spielte ein gutes Pressing, ließ kaum noch etwas zu. Und auch Ersatztorwart Manuel Pietczak, der wegen des Mangels auf der Torhüterposition bei Union von der Altherrentruppe in die erste Mannschaft rotierte, machte ein gutes Spiel. „Ich habe viel Positives gesehen heute“, sagte Union-Trainer Matthias Gerigk nach der Partie.

In der 52. Minute traf Felix Heck nach starker Vorarbeit von Mirkan Düzgün zum 2:0. Ein komfortabler Vorsprung, könnte man meinen, doch der hielt nur bis in die Schlussphase, in der die junge Lüdinghauser Mannschaft noch mal ins Wanken geriet.

Jean Emmanuel Itoua geriet ungewollt in den Blickpunkt der kuriosen Nachspielzeit: Erst war er zu fahrlässig mit Ball, überließ ihn dann kurz vor dem eigenen Gehäuse Olfens Stürmer Tim Kortenbusch, der das Angebot gerne annahm und den Anschlusstreffer machte. Dann traf Itoua wohl seinen Gegenspieler im Strafraum. Den fälligen Elfmeter versenkte Kortenbusch, der in der Nachspielzeit seinen Doppelpack schnürte.

„Da sind wir noch zu grün hinter den Ohren. Das darf natürlich nicht passieren, das ist brutal. Aber wir müssen positiv nach vorne schauen“, resümierte Gerigk, dem der Ligaauftakt durch Fahrlässigkeiten seiner jungen Mannschaft vermiest wurde.

Union: Pietczak – Schmidt, Voll, Homann, Krüger – Grewe (67. Camara), Itoua, Heck, N. Hüser (90. F. Hüser) – Düzgün, Husken (85. Wichmann). Tore: 1:0 Homann (41.), 2:0 Heck (52.), 2:1 Kortenbusch (90. +1), 2:2 Kortenbusch (FE. / 90. + 6).

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