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Badminton: Dezimierte Lüdinghauser unterliegen Dortelweil und Bischmisheim

Viel Lob, aber nichts Zählbares

Lüdinghausen

Union Lüdinghausen hat beide Partien am Wochenende verloren – 2:5 gegen Dortelweil, 1:6 gegen Titelverteidiger Bischmisheim. So waren es eher die kleinen Erfolgserlebnisse, an denen die 08-Fans ihre Freude hatten.

Von Florian Levenig

Unterlag am Sonntag Daniel Nikolov mit 0:3, hatte aber tags zuvor, im Doppel, für das Highlight des Tages gesorgt: Nick Fransman. Foto: flo

„Punkte wären mit lieber als warme Worte“, meinte Josche Zurwonne. Was man dem Mann von Union Lüdinghausen nicht verdenken kann. Schließlich ist der Deutsche Meister des Jahres 2014 am Wochenende komplett leer ausgegangen und zum Abschluss der Hinrunde sogar auf den Relegationsrang abgerutscht. Nur hatte, erstens, im Vorfeld der Duelle mit dem SV Fun-Ball Dortelweil (2:5) und Serienmeister 1. BC Bischmisheim (1:6) niemand aufseiten der Nullachter ernsthaft mit einem Erfolg gerechnet. Dafür fehlte am Samstag und Sonntag schlicht das Personal (WN berichteten). Und, zweitens, waren es immerhin die kleinen Dinge, an denen sich die Fans in der coronabedingt spärlicher als üblich besetzten Drei-Burgen-Arena erfreuten.

Zum Beispiel am famosen Auftritt von Linda Efler und Kelly van Buiten, die am Sonntag die seit Jahren beste deutsche Paarspielerin, Isabel Lohau, und Stine Küspert nach einem 0:2-Rückstand noch in fünf Durchgängen niederrangen. „Das war schon deutlich besser als am Vortag“, fand Efler. Da musste sich das Union-Duo, beim ersten gemeinsamen Einsatz überhaupt, Iris Wang und Julie MacPherson noch klar geschlagen geben.

Fransman/van der Lecq stark

Highlight im Match zuvor gegen Spitzenreiter Dortelweil war aus 08-Sicht das Spitzendoppel, in dem sich Nick Fransman und Ties van der Lecq mit 15:14 im Entscheidungssatz gegen Mads Thogersen und Mathias Bay Smidt durchsetzten. Zudem fertigte Aram Mahmoud Jonathan Dolan, der den verhinderten Ex-Lüdinghauser Kai Schäfer vertrat, mit 3:0 ab. „Schade, am Samstag war sogar ein 3:4 und damit ein Zähler drin“, meinte Michael Schnaase. Der Teammanager spielte dabei vor allem aufs zweite Herren-Einzel an, das Fransman denkbar knapp gegen Thogersen verlor.

Am Sonntag wussten auch die Doppel Fransman/Ties van der Lecq und Mahmoud/Zurwonne zu überzeugen. Mahmoud knöpfte darüber hinaus der Saarbrücker Nummer eins, Mads Christophersen, einen Durchgang ab. Der Däne liegt in der Weltrangliste über 100 Plätze vor dem Niederländer. Und dann waren da ja noch die beiden Bundesliga-Debütantinnen, die anstelle von Yvonne Li spielten: Paula Jünemann an Tag eins, Lena Seibert im zweiten Match. Beide gehören dem 08-Regionalligakader an – und waren logischerweise chancenlos. Seibert hatte trotzdem „Spaß“ und freute sich über „jeden gewonnenen Ballwechsel“ beim achtbaren 3:11, 5:11 und 4:11 gegen Priskila Siahaya.

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