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Reiten: XXL-Turnier

„Vinnumer Reitertage“ mit angezogener Handbremse

Vinnum

Von Mittwoch bis Sonntag (21. bis 25. Juli) stehen auf der Anlage des RV Lützow Selm-Bork-Olfen die „Vinnumer Reitertage“ an. Üblicherweise ein Turnier der Superlative, gibt es 2021 noch ein, zwei Einschränkungen.

Von Florian Levenig

2018 Sieger im Großen Preis: Daniel Oppermann vom RV Nordbögge-Lerche auf Foto: flo

2020 muss Franz-Josef Schulte im Busch, dem langjährigen Chef der „Vinnumer Reitertage“, das Herz geblutet haben. Die schiere Größe des Turniers des RV Lützow Selm-Bork-Olfen war ja stets eine Art Alleinstellungsmerkmal. Die rekordverdächtige Zahl an Starts (bis zu 5000), die weitläufigste Anlage, die meisten schweren Prüfungen. Wettkämpfe im XXL-Format. Vor einem Jahr dagegen: coronabedingt alles zwei, drei Nummern kleiner. Und vor allem: keine Zuschauer.

Insofern ist Schulte vor der diesjährigen Auflage, die am heutigen Mittwoch (21. Juli) beginnt und bis Sonntag andauert, „sehr froh, dass wir 1000 Leute auf die Anlage lassen dürfen“. Auch die Zahl der Wettbewerbe – knapp 40 insgesamt, darunter je vier S-Springen und -Dressuren – können sich sehen lassen. Trotzdem sei man vom Vorkrisenniveau noch ein gutes Stück entfernt: „Es wird ein Turnier mit angezogener Handbremse.“

Knapp 3000 Nennungen

Etwa 3000 Nennungen lagen den Veranstaltern zu Wochenbeginn vor, ein paar Spätentschlossene dürften in den nächsten Tagen noch nachmelden. Eine Obergrenze je Prüfung gebe es bewusst nicht, so der Hauptverantwortliche: „Leider ist es oft so, dass, wenn du bei 50 Teilnehmern einen Cut machst, am Ende die Hälfte absagt. Das können und wollen wir nicht riskieren.“

So sportlich hochwertig das Event sein mag: Schulte im Busch betont, „dass Amateure wie Profis bei uns zu ihrem Recht kommen“. An Tag eins etwa stehen in Parcours und Viereck ausschließlich A- und L-Prüfungen auf dem Programm. „Ohne die Basis“, weiß der Lützow-Vorstand, „wäre der Turniersport irgendwann tot.“ Schulte im Busch verweist in dem Zusammenhang auch auf die Ponywettbewerbe für den Nachwuchs sieben Tage drauf an gleicher Stelle (31. Juli/1. August).

Das Flutlichtspringen, ein wahrer Publikumsmagnet, entfällt in diesem Jahr – „eben weil uns ein so großer Andrang Bauchschmerzen bereiten würde“. Die abendliche Fete am Wochenende: aus demselben Grund abgesagt. Das gastronomische Angebot sei ebenfalls eingeschränkt. Und: „Da die Sieben-Tage-Inzidenz im Kreis knapp unter zehn liegt, ist eine einfache Nachverfolgbarkeit zwar nicht nötig. Wer sich aber mit Luca-App sicherer fühlt, kann sich auf dem Abreiteplatz oder der Meldestelle einloggen.“

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