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Badminton: Corona-Fall

Voll die Seuche – Partnerin von Linda Efler in Quarantäne

Lüdinghausen

Der positive Corona-Befund von Mark Lamsfuß bei der EM in Kiew hat auch für eine Spielerin des SC Union Lüdinghauserin Folgen. Weil sich ihre Doppelpartnerin Isabel Herttrich ebenfalls in Quarantäne befindet, kann Linda Efler nicht wie gewohnt trainieren.

Florian Levenig

Da hatten sie noch gut lachen: Linda Efler (l.) und Isabel Herttrich bei der EM in Kiew. Während die Unionistin wohlbehalten zurück ist, befindet sich die Saarbrückerin in Quarantäne. Foto: Badminton Europe/Yevhen Lieskov

Verdaut haben sie den Schock im Lager der deutschen Badminton-Nationalmannschaft keinesfalls. Wie berichtet, durften Mark Lamsfuß (Wipperfürth) und Marvin Seidel (Saarbrücken) im EM-Finale von Kiew nicht antreten, da der Mann aus dem Oberbergischen unmittelbar vor dem Kampf um Gold positiv auf Covid-19 getestet worden war. Zumindest indirekt betroffen ist mit Linda Efler eine Spielerin des Bundesligisten Union Lüdinghausen.

Denn: Neben Lamsfuß mussten sich auch Seidel und Isabel Herttrich (beide Corona-negativ), Mixed-Partnerin des Wipperfürthers sowie Doppel-Kollegin der Nullachterin, unverzüglich in Quarantäne begeben. Wie lange Herttrich in der Ukraine bleibt, ist laut Efler offen: „Möglicherweise kann ,Bell‘ bei einem weiteren Negativtest noch diese Woche zurückreisen.“ Im ungünstigsten Fall wird die Zwangsisolation erst nach 13 Tagen aufgehoben.

Spezialtraining mit Kilasu Ostermeyer

Efler, die keine 48 Stunden vor dem gecancelten Doppel-Endspiel gemeinsam mit Herttrich auf dem Court stand, geht nicht davon aus, dass sie sich in Kiew angesteckt hat: „Zumal ich keinen direkten Kontakt zu Mark hatte und wir aktuell jeden Tag getestet werden.“ Trotzdem habe sie am Montag und Dienstag am Bundesstützpunkt in Saarbrücken, getrennt von den übrigen Auswahlspielern, nur mit Kilasu Ostermeyer (war ebenfalls in der Ukraine am Start) trainiert – „um jedes Risiko auszuschließen“.

Tokio in weiter Ferne

Eflers ohnehin eher vage Olympia-Hoffnungen haben, so oder so, einen weiteren Dämpfer bekommen. Wollen die 26-jährige Emsdettenerin und ihre Stammpartnerin nach der verpassten EM-Medaille doch noch das Ticket zu den Spielen von Tokio lösen, müssen sie in den kommenden Wochen gewaltig punkten. Die Möglichkeit dazu bestünde ab Ende Mai bei den hoch dotierten Events in Malaysia und Singapur – theoretisch. In der Praxis sieht es so aus, dass das Top-DBV-Duo mit noch größerem Trainingsrückstand die Asiens-Reise antritt.

Bereits vor der Europameisterschaft hatte Efler aufgrund einer Achillessehnenreizung eine mehrwöchige Badminton-Pause eingelegt. Wenigstens sei die Blessur in Kiew nicht schlimmer geworden. Zwar habe sie, gerade im Marathon-Duell der beiden Deutschen mit Bengisu Erçetin/Nazlican İnci (Türkei) über 75 Minuten, „schon noch was gespürt. Die Schmerzen waren aber auszuhalten.“ Am heutigen Mittwoch kehrt die Unionistin ins Gruppentraining zurück – und hofft, dass es ihr Herttrich in Bälde gleichtut.

Unionisten in Portugal

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