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Volleyball: Bundesliga

Von den Besten lernen – Sina Fuchs leitet Union-Nachwuchs an

Lüdinghausen

Sina Fuchs wechselt nach zwei Jahren im Ausland zurück in die Bundesliga. Bis ihr neuer Klub, Nawaro Straubing, im Juli die Vorbereitung aufnimmt, ist die Außenangreiferin in ungewohnter Rolle bei ihrem Heimatverein Union Lüdinghausen im Einsatz.

Von Florian Levenig

So wird’s gemacht: Sina Fuchs (r.) bringt einer jungen Unionistin auf der Beach-Anlage am Westfalenring das Baggern bei. Foto: Domanik/Union

„Sina macht das richtig gut. Man merkt, dass sie ein bisschen was davon versteht“, scherzt Niklas Domanik, Jugendtrainer des SC Union Lüdinghausen. Sina, Nachname Fuchs, versteht tatsächlich eine ganze Menge vom Volleyballspielen, es ist, seit 2009, ihr Beruf. Zehn Jahre Bundesliga sind in ihrer Vita vermerkt. Anschließend wechselte sie ins Ausland, erst nach Alcobendas (Spanien), anschließend zu Fatum Nyíregyháza (Ungarn), wo Fuchs kürzlich das nationale Double aus Meisterschaft und Pokal gewann. Doch obwohl sie ihren Jugendverein einst mit 14 verließ, ist da bis heute eine enge Bindung. „Für mich war immer selbstverständlich, dass ich dem SC Union, dem ich so viel zu verdanken habe, irgendwann etwas zurückgebe.“

Gerade bietet sich eine solche Gelegenheit. Da die 28-Jährige ihre Zelte in Ungarn abgebrochen hat und die Saisonvorbereitung bei ihrem künftigen Arbeitgeber, Bundesligist Nawaro Straubing, erst im Juli beginnt, unterstützt Fuchs Domanik und Cheftrainer Suha Yaglioglu bis zu den Sommerferien beim Coachen des 08-Nachwuchses. Bekanntlich dürfen die bis 14-Jährigen, wenn auch derzeit nur im Freien, üben.

Den Deal eingefädelt hat Achim Franke, damals Fuchs’ Jugendtrainer, heute Leiter des Landesstützpunktes: „Ich wollte den Mädels die Chance geben, von den Besten zu lernen. Und natürlich können sie mit Sina auch über deren Karriere quatschen.“ Domanik hat festgestellt, „dass die Kinder an ihren Lippen hängen und doppelt engagiert sind“.

Trainerlaufbahn nicht ausgeschlossen

Fuchs gibt das Kompliment zurück: „Dass die jungen Spielerinnen so motiviert sind, macht es mir umso leichter.“ Neuland betrete sie auf der Beach-Anlage am Westfalenring nicht, „in Spanien habe ich eine ganze Weile eine Jugendmannschaft betreut“. Der Beginn einer großen Trainerlaufbahn? „Grundsätzlich kann ich mir schon vorstellen, diesen Weg einzuschlagen und die entsprechenden Lizenzen zu erwerben – sobald ich die Zeit dafür habe.“

2021/22 hat Fuchs eher weniger Zeit dafür, da widmet sie sich mit ganzer Kraft der Rückkehr in die Beletage. Wie in Ungarn zwei Titel zu holen, dürfte mit den Niederbayern indes schwer bis unmöglich werden, oder? „Na ja“, lacht Fuchs, „unser primäres Ziel ist das nicht.“ Der Abstand zu den Top-Klubs Dresden, Stuttgart und Schwerin sei schon gewaltig. „Aber ich denke, dass Straubing sich zuletzt sehr positiv entwickelt hat. Das ist ein junges Team mit ein paar Routiniers auf den Schlüsselpositionen.“ Die Furcht vor einstmals großen Namen wie Münster oder Wiesbaden (Fuchs’ Ex-Klubs in Liga eins) hat Nawaro längst abgelegt. Die Außenangreiferin hofft dort auf etwas mehr Spielanteile als in Ungarn – und will „meinen Teil dazu beitragen, dass das Team erneut die Playoffs erreicht“.

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