Fußball: Frauen-Kreisligen Ahaus/Coesfeld

Von der Pike auf gelernt – Staffelleiterin Brigitte Komsthöft

Seppenrade

Brigitte Komsthöft ist seit 2015 Leiterin der beiden Frauen-Kreisliga-Staffeln in Ahaus/Coesfeld. Bis zu zehn Stunden Arbeit pro Woche investiert die Flaesheimerin, damit die Fußballerinnen sonntags ihrem Hobby nachgehen können.

Jürgen Primus

Brigitte Komsthöft kontrolliert an einem normalen Spieltag die Spielberichte der beiden hiesigen Frauen-Staffeln am Laptop. „Der elektronische Spielbericht hat die Arbeit erleichtert“, sagt die 62-Jährige. Foto: red

Selber hat Brigitte Komsthöft nie Fußball gespielt, aber zunächst bei Concordia Flaesheim und heute bei Fortuna Seppenrade diverse Funktionen im Verein ausgeübt: von der Betreuerin für Mädchen- und Frauen-Mannschaften bis hin zur Kassiererin und Pressesprecherin. Heute ist die 62-Jährige, die als Ingenieurin für Verfahrenstechnik im Anlagenbau arbeitet, neben ihrer Funktion als Betreuerin der Bezirksliga-Damen von Schwarz-Gelb als Staffelleiterin für die beiden Frauen-Kreisliga-Teams im Kreis Ahaus/ Coesfeld bekannt. Zudem ist sie zuständig für Kreispokal und Hallenkreismeisterschaft.

„Gerade die Hallenkreismeisterschaft ist ein beliebter Wettbewerb, den ich mit regionalen Vorrunden modifiziert habe und der mir am Herzen liegt“, sagt die Flaesheimerin. Rund fünf bis zehn Stunden Arbeit steckt Komsthöft pro Woche in die Betreuung der Kreisligen. „Durch den elektronischen Spielbericht und die elektronische Passmappe ist das alles leichter geworden“, sagt die Frau, die selbst vom Reitsport kommt. „Aber ich muss immer noch Spielberechtigungen prüfen und schauen, ob die Schutzfristen eingehalten wurden.“ Zum Glück müsse sie bei den Frauen nur wenige Strafen aussprechen oder gar Sportgerichtsverfahren einleiten. „Aber das kommt vor“, so die 62-Jährige, die als stellvertretende Vorsitzende des Kreisfußballausschusses dessen Chef Horst Dastig vertritt, wenn der mal verhindert ist.

Dass die aktuelle Saison annulliert wurde, begrüßt Komsthöft. „Ich kann verstehen, dass GW Hausdülmen sich als Tabellenführer ärgert. Aber die Hausdülmenerinnen wollen sicher lieber sportlich aufsteigen als am Grünen Tisch.“

2001 hat Komsthöft im Fußballkreis Recklinghausen die Leitung der Mädchen-Staffeln von den Minis bis zu den E-Juniorinnen „von der Pike auf gelernt. Ich habe noch die Zettel auf dem Tisch hin- und hergeschoben und kenne auch die Theorie, die hinter den Schlüsseln steckt.“ 2004 habe sie dann die Ligen der älteren Mädchen in Recklinghausen übernommen.

2013, als sich die Frauen-Mannschaft in Flaesheim auflöste, wechselte Komsthöft mit Trainer Thomas Lange zur Fortuna und kam so in den Kreis Ahaus/Coesfeld. „2015 habe ich dann auf dem Staffeltag in Epe die hiesigen Staffeln der Frauen von Werner Zimmer übernommen.“ Dastig, der die Männer-Staffeln betreut, „setzt sich sonntags während der Sportschau schon hin und arbeitet die Spiele ab. Ich mache das in der Woche zwischendurch“, sagt Komsthöft, die sich noch um ihre 93-jährige Mutter kümmert.

Seit dem Wochenende können die Vereine ihre Frauen-Teams für die neue Saison melden. „Ich bin gespannt, ob die Vereine ihre Spielerinnen zusammenhalten“, blickt Komsthöft voraus und freut sich auf die neue Saison, die hoffentlich wieder sportlich wieder ausgetragen werden könne.

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