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Reiten: Turnier

Vorreiter und Nachzügler zugleich – Corona-Konzept des RV Seppenrade seit Pfingsten

Seppenrade

Der RV Seppenrade holt von Freitag bis Sonntag (3. bis 5. Juli) in der Bauerschaft Ondrup sein Frühjahrsturnier nach. Der organisatorische Aufwand ist immens, der Ertrag umso geringer. Die Dressurreiter müssen sich noch etwas gedulden.

Florian Levenig

Mit Lokalmatador Florian Karns und Clim bim – hier eine Aufnahme aus dem Vorjahr – ist in der Schlussprüfung am späten Sonntagnachmittag unbedingt zu rechnen. Foto: flo

Von Normalität kann in Corona-Zeiten natürlich keine Rede sein. Trotzdem zählten die Reiter zu den Ersten, die den Betrieb – wenn auch unter strengen Auflagen – wieder aufgenommen haben. In der näheren Umgebung fanden bereits in Münster, Coesfeld, Nottuln und Drensteinfurt Turniere statt. Ob sich die Seppenrader mit Blick auf die eigene Veranstaltung von Freitag bis Sonntag (3. bis 5. Juli) in Ondrup von den Kollegen was abschauen konnten? „Mussten wir gar nicht“, lacht der Vorsitzende des örtlichen Reitvereins, Alfons Nienhaus, leicht gequält. Die Pläne hätten lange genug in der Schublade gelegen: „Geplant war ja, am Pfingsttermin festzuhalten. Damit hätten wir in Westfalen den Anfang gemacht.“ Nur hatte die Firma Westfleisch was dagegen. Wegen des kreisweiten Lockdowns mussten sie sich in der Bauerschaft weitere fünf Wochen gedulden.

350 Starts pro Tag

Was sich 2020 ändert? Vor allem wurde der Zeitplan entzerrt. Am Samstag etwa geht es bereits um 7 Uhr los, geritten wird bis in die späten Abendstunden. Bei „nur“ 350 Starts. „So können wir hoffentlich vermeiden, dass sich zu viele Leute gleichzeitig auf der Anlage tummeln“, erklärt Nienhaus. Zuschauer – erlaubt wären bis zu 100 – gibt es gar keine, lediglich eine Begleitperson je Reiter ist zugelassen. Dafür bietet die Internet-Plattform Rimondo einen Livestream an.

Dennoch: „Das ist schon alles sehr traurig“, stöhnt Nienhaus. Zumal trotz des reduzierten Programms der Aufwand sogar höher sei als üblich: Parcours-Helfer, Parkwächter, Kontrolleure an Ein- und Ausgang, dazu eine professionelle Putzkolonne. Geht der RV finanziell ins Risiko? Der Chef widerspricht: „Auch wenn die Einnahmen aus der Gastronomie fast komplett wegfallen: Unsere treuen Sponsoren bleiben größtenteils bei der Stange. Und die meiste Arbeit wird ehrenamtlich verrichtet. Wir kommen im schlechtesten Fall bei null raus.“

15 Wettbewerbe stehen auf dem Programm, sportlicher Höhepunkt ist das Zwei-Sterne-M-Springen am Sonntag ab 17.30 Uhr. Hygienebedingt entfallen sämtliche Siegerehrungen. Damit sich Spring- und Dressurreiter am Wochenende nicht in die Quere kommen, werden die Prüfungen im Viereck am 18. und 19. Juli (Samstag/Sonntag) ausgetragen.

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