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Fußball: Kreisliga A 2 Ahaus/Coesfeld

Wandervogel Paul Brüning zurück im 08-Nest

Lüdinghausen

Erst wollte Paul Brüning im Sommer zu SuS Olfen wechseln, dann beim SV Herbern bleiben. Jetzt hat der 19-Jährige sich für eine dritte Variante entschieden. Seinen neuen Verein kennt der Abwehrmann bestens.

Von Florian Levenig

Trug bei der U 19 des SV Herbern zuletzt die Kapitänsbinde: 08-Neuzugang Paul Brüning (l.). Foto: flo

Für seine 19 Jahre ist Paul Brüning ganz schön rumgekommen. Spielvereinigung Erkenschwick, VfB Waltrop, SuS Olfen, SV Herbern: Der junge Mann hat dort jeweils überkreislich gekickt. Zuletzt, bei den Blau-Gelben, war er sogar Kapitän der Bezirksliga-U 19. Und: Wanderjahre sind dem Maler- und Lackierergeselle ja schon von Berufs wegen vertraut.

Trotzdem täuscht der Eindruck, dass es ihn selten länger als nötig an einem Fleck hält. Bei seinem Heimatverein Union Lüdinghausen etwa spielte er geschlagene sechs Jahre, von den Minis bis zur E-Jugend. Und genau dorthin ist Brüning jetzt, ziemlich kurzfristig, zurückgekehrt.

Der Plan war ein anderer. Der 1,93-Meter-Schlaks hatte bereits im Winter bei SuS Olfen für die Spielzeit 2022/23 zugesagt. Weil aber in den Wochen danach dem künftigen 08-Ligarivalen ein Spieler nach dem nächsten von der Fahne ging und sein damaliger SuS-B-Jugend-Coach doch nicht (wie laut Brüning vereinbart) den Co-Trainer-Posten bei den Senioren übernimmt, zog der Defensivmann sein Ja-Wort wieder zurück.

Verbleib beim SVH zu zeitaufwendig

Vorhaben Nummer zwei – es bei den SVH-Senioren in der Landesliga zu probieren –, scheiterte an Brünings Zeitbudget: „Dreimal die Woche trainieren, dazu die Fahrten von Lüdinghausen nach Herbern und zurück – das verträgt sich nicht so gut mit meinem Job.“

Nur: Auf dem Rasen zocken will der Bursche halt weiter. Daher kam ihm in den Sinn, es bei seinem Ausbildungsklub zu versuchen. Die Personalplanungen seien zwar längst abgeschlossen gewesen, so der sportliche Leiter des A-Ligisten, Daniel Schürmann. Aber: „Da der Junge fußballerisch viel mitbringt und auch in den beiden Einheiten vergangene Woche überzeugt hat, haben wir die Herberner um die Freigabe gebeten.“ SVH-Geschäftsführer Dominik Reher gab dem Ersuchen am Sonntag statt, wenn auch mit einem weinenden Auge. In Herbern haben sie, wie man hört, große Stücke auf den Youngster gehalten.

Unmittelbar durchstarten wird der bei seinem neuen, alten Klub indes nicht: „Die Absprache mit den Trainern ist, dass ich in den ersten zwei, drei Wochen in der U 23 aushelfe. Was ja nur fair gegenüber denen ist, die die komplette Vorbereitung mitgemacht haben.“ Der eigene Fitnessstand? „Ausbaufähig“, sagt Brüning und lacht.

Erster Eindruck positiv

Langfristig will der Rechtsverteidiger, der auch links in der Kette agieren kann, aber schon den Sprung in die Erste schaffen – und auch bei den Erwachsenen irgendwann überkreislich flemmen: „Ich bin doch erst 19. Kann ja sein, dass ich Beruf und Bezirksliga irgendwann besser unter einen Hut bekomme.“

Das mit der Bezirksliga sei zwar nicht direkt auf das etwaige Saisonziel der Nullachter gemünzt. Aber wenn der erste Eindruck nicht täusche, sei der Truppe durchaus was zuzutrauen. Yannick Gieseler und dessen spielender Co-Trainer Christoph Blesz „sind beide sehr kompetent“, glaubt der Neuzugang. Und auch der Kader – mit Elias Rohlmann hat Brüning bereits in der Kindheit gemeinsam auf dem Feld gestanden – habe die nötige Qualität, um in der A-Liga vorn mitzumischen.

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