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Fußball: Bezirksliga 9

Wenig Fußball, viel Wut – Union Lüdinghausen verliert

Lüdinghausen

Union Lüdinghausen hat das Kellerduell gegen die SG Castrop-Rauxel mit 1:2 (1:1) verloren. Das war aber nicht der einzige Grund, wieso die „Eisernen“ nach dem Schlusspfiff schlechte Laune hatten.

Von Leon Sicking

Zouhir Akrifou, der Mann mit der Rückennummer 7, machte sich am Sonntag keine Freunde im Lager der Lüdinghauser (hier: Felix Heck). Foto: Leon Sicking

Am Sonntag haben sich nicht wenige Zuschauer auf ein tolles Bezirksligaspiel am Westfalenring in Lüdinghausen gefreut. Die Euphorie war bei den Heimfans jedoch nicht nur nach der 1:2-Niederlage gegen die SG Castrop-Rauxel verflogen. Der Kick der Mannschaften aus dem Tabellenkeller war einer der ganz grausamen Sorte.

Beide Teams starteten schlecht in die Partie. Das Trainerteam von Union musste verletzungsbedingt im Mittelfeldzentrum umbauen. Die Ausfälle von Sven Görlich und Christoph Blesz ließen eine große Lücke in der offensiven Kreativität der Steverstädter. „Wir konnten im Zentrum kein Übergewicht kreieren“, merkte Ingo Witschenbach an.

Angriffe Zufallsprodukte

Die Angriffe waren zum größten Teil Zufallsprodukte. Zudem war bei den Ungenauigkeiten, die beide Mannschaften sich leisteten, nicht an Kombinationsfußball zu denken. Nils Weimer versuchte es nach etwa 20 Minuten aus der Ferne und versenkte ins lange Eck.

Kurze Zeit später, nach einer Ecke der Gäste, der Ausgleich durch Luca Seegers. Wenige Augenblicke vor der Pause dann der erste richtige Aufreger der negativen Art. Zouhir Akrifou lag verletzt am Boden, Union spielte den Ball ins Aus. Als die Gäste den Ball zurückspielten, setzte jener Akrifou, der eben noch den sterbenden Schwan gespielt hatte, sofort nach, eroberte den Ball von Miguel Schürmann und kam so auf unsportliche Art und Weise zur Torgelegenheit. Es folgte die erste von mehreren Rudelbildungen und damit der Startschuss für ein wahres Festival der Unsportlichkeiten.

Immer wieder ließen sich die Gäste fallen, schindeten Zeit, schossen die Bälle vom Platz weg. „Das hatte mit Fußball nichts zu tun,“ fand Witschenbach. Akrifou, der gefühlt mehr Zeit am Boden verbrachte als auf den Beinen, besorgte zu allem Überfluss auch noch die 2:1-Führung, nachdem Union eine Freistoßchance verschenkt hatte. Ein schwarzer Tag für alle Freunde des Fairplay und eine bittere Niederlage für schwache Lüdinghauser.

Union: Keuthage – Grewe, Schürmann, Homann, Krüger – N. Hüser, Voll (89. Mikic), Heck (63. Husken), Itoua (69. Blesz) – Weimer, Düzgün (79. F. Hüser). Tore: 1:0 Weimer (22.), 1:1 Seegers (30.), 1:2 Akrifou (60.).

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