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Fußball: Bezirksliga 9

Wette ohne Risiko – Union setzt auf Düzgün und Itoua

Lüdinghausen

Mirkan Düzgün und Jean Emmanuel Itoua zählten in Pokal und Vorbereitung zu den auffälligsten Spielern des SC Union Lüdinghausen. Der Verein setzt langfristig auf die beiden 19-Jährigen – aus gutem Grund.

Von Florian Levenig

Während Mirkan Düzgün (l.) seine Stärken weiter vorn ausspielt, . . .  Foto: flo

Als Matthias Gerigk im Vorsommer zu den ersten Übungseinheiten beim Bezirksligisten Union Lüdinghausen bat, da wusste der neue Coach grob, was ihn am Westfalenring erwartet: eine recht junge Truppe mit fußballerischem Potenzial. Komplett unvorbereitet traf den Ex-08-Trainer, „dass da diese beiden Granaten beim Training rumlaufen“. Namentlich Mirkan Düzgün und Jean Emmanuel Itoua. Der gute erste Eindruck verfestigte sich in den Folgewochen, die beiden Youngster zählten in Pokal und Vorbereitung zu den auffälligsten Nullachtern.

Formschwankungen normal

Gerigk, der den Bankposten später aus privaten Gründen aufgab, warnte aber schon damals: „Die Jungs werden in ein Loch fallen, in dem Alter geht das ja gar nicht anders.“ Womit der Vorgänger von Daniel Schürmann und Ingo Witschenbach recht behalten sollte. Den frühen Gala-Auftritten folgten solide, aber eben auch ein paar weniger berühmte Leistungen in der Meisterschaft. Trotzdem zählten beide zu den Ersten im Kader, die ihre Verträge im Winter verlängerten.

. . . sortiert Jean Emmanuel Itoua die Dinge im defensiven Mittelfeld. Foto:

Die Unterschriften: auch eine Wette auf die Zukunft, wie man so sagt. Von einem Va­banque­spiel könne indes keine Rede sein, wie Schürmann ausführt: „Wir wissen ja, was Mirkan und ,Emma‘ können. Und dass ihre positive Entwicklung längst noch nicht zu Ende ist. Deshalb sind wir an der Stelle kein Risiko eingegangen.“ Auch der künftige Cheftrainer, Yannick Gieseler, setze „voll“ auf die 19-Jährigen.

Beide wohnen in Selm. Düzgün, seit 2013 ein Schwarz-Roter, besucht in Olfen die Gesamtschule, demnächst stehen die Abi-Prüfungen an. Itoua, seit vier Jahren für die Nullachter am Ball, macht eine Ausbildung zum Zahntechniker. Privat sind sie Kumpels, beim Fußball laufen sie sie nicht so oft über den Weg. Während Itoua auf der Sechs die Dinge sortiert, sprintet Düzgün mit einem irren Speed die rechte Bahn runter.

Vier Tore in der Liga – ausbaufähig

Wobei: Itoua (Vorbild: Toni Kroos) würde sich auch den Part hinter den Spitzen zutrauen. Schwächen? „Schießen kann ich gar nicht – aber dafür haben wir ja Mirkan“, scherzt der Defensivere der beiden. Tatsächlich traf Düzgün im Spätsommer ohne Ende. In der Liga sind es bislang vier Tore – nicht schlecht für die Premierensaison, aber ausbaufähig. „Ich versuche manchmal die komplizierten Dinge, wo die einfachen angebrachter wären“, meint der pfeilschnelle, technisch beschlagene Offensivmann selbstkritisch.

Ehrgeizig ist der eine wie der andere. Düzgün will „das Maximale aus mir rausholen“, Itoua fände es „cool, irgendwann mal da zu landen“, wo sein Partner im defensiven Mittelfeld, Christoph Blesz, einst kickte: in der Westfalenliga. Für den Moment aber fühlen sie sich, wie beide beteuern, bei Union Lüdinghausen bestens aufgehoben. Alles Weitere: Zukunftsmusik.

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