Badminton: EM

Yiğit weiß auf alles eine Antwort – Li und Efler ausgeschieden

Lüdinghausen/Kiew

Yvonne Li und Linda Efler (beide Union Lüdinghausen) sind bei der Europameisterschaft in Kiew im Viertelfinale ausgeschieden. Dabei hatte insbesondere Li in ihrem Match gegen Neslihan Yiğit (Türkei) gar nicht so viel falsch gemacht.

Musste sich Neslihan Yiğit in zwei Sätzen geschlagen geben: die Lüdinghauserin Yvonne Li. Foto: Badminton Europe/Yevhen Lieskov

Als

Neslihan Yiğit bei eigener 19:16-Führung im zweiten Satz auch noch einen Netzrolle produzierte – spätestens da dürfte Yvonne Li aufgegangen sein, dass das mit der ersten Individual-EM-Medaille bei den Titelkämpfen in Kiew/Ukraine wohl nichts mehr werden würde. Was immer die keineswegs enttäuschende Lüdinghauserin an diesem Freitagnachmittag probierte – Yiğit wusste auf nahezu alles eine Antwort. Und so ist es die Türkin, die nach dem Zweisatzerfolg über die 22-jährige Deutsche (21:16, 21:16) Bronze bereits sicher hat.

Bundes- und Union-Trainer Christoph Schnaase verfolgte das Match daheim am Rechner. Seine Einschätzung: „Eigentlich kann sich Yvonne nicht viel vorwerfen. Sie war gewiss nicht die Schlechtere, hat variabel gespielt und die Partie über weite Strecken kontrolliert. Was ihr dann und wann gefehlt hat, war die nötige Geduld. Wobei ihre Gegnerin aber auch unfassbar viele Bälle zurückgebracht hat“ – die notfalls eben das Netz oder die Linie touchierten, während Lis Schläge knapp zu lang gerieten oder im Seitenaus landeten.

Auch ihre Vereinskollegin Linda Efler und Isabel Herttrich (Saarbrücken) ereilte das Aus im Viertelfinale. Den Goldanwärterinnen Chloe Birch und Lauren Smith (England) unterlag das DBV-Duo mit 10:21 und 14:21. Nach Ausflüchten mochte die Emsdettenerin hernach nicht suchen: „Klar hatte unser Dreisatzmatch am Vorabend geschlaucht. Auch mein Trainingsrückstand mag eine kleine Rolle gespielt haben. Aber der Hauptgrund für die Niederlage war, dass Chloe und Lauren es einfach gut und clever gemacht haben.“

Bereits am späten Donnerstagabend hatten sich Neu-Unionist Ties van der Lecq und Ruben Jille von der Europameisterschaft verabschiedet. Die Niederländer mussten sich den Popov-Brüdern Toma Junior und Christo (Frankreich) mit 1:2 (21:12, 12:21, 11:21) geschlagen geben.

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