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Badminton: Nachwuchs-DM in Mülheim

Zweiter Titel in einem Jahr?

Lüdinghausen

Weil wegen der Corona-Pandemie 2021 die Nachwuchs-DM abgesagt werden mussten, wurden sie Anfang Juni nachgeholt. Die offiziellen Deutschen Meisterschaften 2022 finden jetzt erst statt. Zwei Spieler von Union Lüdinghausen haben die Chance, innerhalb von sechs Monaten gleich zwei Mal Deutsche Meister zu werden.

Von Christian Besse

Linus Emmerich (l.) und Leon Kaschura Foto: Carlos Diaz Martin

Zwei Deutsche Meisterschaften der gleichen Altersklassen innerhalb eines halben Jahres – das hat es in der Geschichte des nationalen Badminton-Verbandes (DBV) noch nie gegeben. Corona sorgt für eine Premiere: Weil wegen der Pandemie 2021 die DM der Altersklassen U 15, U 17 und U 19 abgesagt werden mussten, wurden sie Anfang Juni im thüringischen Ilmenau nachgeholt. Die offiziellen Deutschen Meisterschaften 2022 finden jetzt erst statt – vom kommenden Freitag bis Sonntag in Mülheim an der Ruhr.

Aus den Reihen von Union Lüdinghausen haben sich insgesamt mehr als ein halbes Dutzend Nachwuchsspieler für die drei Turniere qualifiziert.

Zwei von ihnen haben die Chance, innerhalb von sechs Monaten gleich zwei Mal Deutsche Meister zu werden – Linus Emmerich und Leon Kaschura hatten in Ilmenau das gemeinsame Doppel der Altersklasse U 15 gewonnen, ohne einen einzigen Satzverlust. In Mülheim sind sie als Titelverteidiger an Nummer eins gesetzt.

Auch im Einzelwettbewerb sind die beiden Union-Cracks ganz vorne gesetzt – Kaschura an eins, Emmerich an zwei. Dieser steht im Mixed an der Seite von Maike Iffland (TV Refrath) an Position eins, Kaschura mit Gloria Poluektov (VfB Mülheim) an drei.

Michael Schnaase

„Wenn alles gut läuft, kann Linus in alle drei Endspiele kommen, Leon vor allem im Einzel und im Doppel im Finale dabeisein“, sagt Michael Schnaase, Vorsitzender von Union Lüdinghausen und deren Badmintonabteilung. „Aber man weiß nie, wie es kommt – gerade bei einer DM. Und ganz wichtig ist auch: Die Jungs sollen Spaß haben.“

In der AK U 17 ist Unionist Alexander Becsh, der in Ilmenau nach einer langen Verletzungspause im Viertelfinale ausgeschieden war, eben wegen seiner mehrmonatigen Turnierpause in Mülheim „nur“ als Achter gesetzt. So könnte er bereits in der zweiten Runde auf den topgesetzten Langenfelder Luis Pongratz, Becshs ehemaligen Doppelpartner, treffen.

„Das wäre schon so etwas wie ein vorweggenommenes Endspiel“, so Michael Schnaase. Luis Pongratz ist der Sohn von Oliver Pongratz, der in den 2000er-Jahren für das Bundesligateam von Union gespielt hat.

Emmerich, Kaschura und Becsh sind in Mülheim die Lüdinghauser Nachwuchsspieler mit den besten Medaillenchancen. Dabei ist das Kontingent der Union-Cracks, die sich für die DM qualifiziert haben, noch weit größer. So sind auch Victoria Südbeck (U 19) Annchristin Block (U 19/U 17), Julika Block und Aylia Vogt (beide U 15) mit dabei. Und auch für sie gilt der Ratschlag von Michael Schnaase: bei einer ja nicht gerade alltäglichen Teilnahme an den Deutschen Meisterschaften nicht nur starr auf den sportlichen Erfolg zu blicken, sondern dabei auch noch Spaß zu haben.

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