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Saisonstart in der niederländischen Ehrendivision

Für den FC Twente Enschede sieht Welt sieht gut aus

Enschede

Am Sonntag startet die neue Saison in der niederländischen Ehrendivision. Der FC Twente Enschede startet bei NEC Nijmegen und mit dem vierthöchsten Etat aller 18 Erstligisten. Dabei drohte dem Club vor drei Jahren noch die Auflösung.

Von Daniel Buse

Beim FC Twente Enschede sieht es finanziell und sportlich wieder deutlich besser aus. Foto: imago images

Trainer Ron Jans geht mit dem FC Twente aus Enschede ins dritte Jahr in der niederländischen Fußball-Ehrendivision. Die erste Saison verlief nach einem starken Start enttäuschend und endete auf Platz zehn. Die vergangene Spielzeit sorgte in ganz Enschede dann für strahlende Gesichter, Rang vier und die erste Qualifikation für den Europapokal nach acht Jahren. Den positiven Trend wollen die Enscheder nun in der neuen Saison, die für sie am Sonntag mit einem Auswärtsspiel bei NEC Nijmegen beginnt, fortsetzen. „Es ist sehr lange her, dass Twente zwei Jahre denselben Trainer und Manager hatte“, nennt Manager Jan Streuer die Kontinuität als Erfolgsrezept für die „Tukkers“.

Die Beinahe-Pleite aus dem Frühjahr 2019, als die Auflösung des Clubs drohte, ist inzwischen lange vergessen. Twente lebt, bei den Sponsoren und bei den Fans, die sich bereits Mitte Juni alle 22 500 verfügbaren Dauerkarten gesichert hatten. Im Gegensatz zu einigen Konkurrenten haben die Enscheder die Corona-Krise gut überstanden und erhöhen nun den Jahresetat von 25 auf 30 Millionen Euro. Für die Spielergehälter stehen Manager Streuer jetzt acht statt sieben Millionen Euro zur Verfügung.

Und dieses Geld hat Twente teilweise dafür investiert, um sich zwei in der vergangenen Saison noch ausgeliehene Spieler zu sichern: Michel Vlap (RSC Anderlecht) und Michal Sadilek (PSV Eindhoven), die zum Stammpersonal im Mittelfeld gehörten, wurden für insgesamt 3,5 Millionen Euro fest verpflichtet. Dazu kommen noch mit Mathias Kjölö (PSV Eindhoven) und Sem Steijns (ADO Den Haag) zwei talentierte Spieler. Linksverteidiger Anass Salah-Eddine (Ajax) und Flügelspieler Christos Tzolis (Norwich) sind ausgeliehen und kommen aller Voraussicht nach sofort für die Stammplätze in Frage.

„Ich denke, dass viele Mannschaften neidisch auf uns sind, denn wir können stark auf dem aufbauen, was wir schon letztes Jahr gemacht haben“, freut sich Trainer Ron Jans, dass das Erfolgsteam der Vorsaison nicht nur zusammengeblieben ist, sondern aus seiner Sicht noch verstärkt wurde. „Die Spieler kennen sich, es gibt viel weniger Leihspieler“, ergänzt der Coach.

Vom Jahresetat her liegt Twente nun hinter den großen Drei – Ajax, PSV und Feyenoord – auf dem vierten Platz. Und in der Tabelle der Vorsaison landete Twente auch genau auf diesem Rang. Das soll aber kein Ausreißer nach oben bleiben, sondern in der kommenden Saison bestätigt werden. „Der Verein will gerne langfristig wieder die Nummer vier oder fünf in den Niederlanden sein. Dahin müssen wir uns entwickeln“, erklärt Jans, der auf seinen Start in Enschede zurückblickt und zufrieden feststellt: „Die Welt sieht hier ganz anders aus als noch vor zwei Jahren.“

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