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Fußball: So läuft es bei dem Verein aus Metelens Partnerstadt Château-Renard

Kicken im Ouanne-Tal

Metelen

In Metelen ist der FC Matellia die treibende Kraft im Fußball. In der Metelens französischer Partnerstadt Château-Renard ist es der FC Vallée de L‘Ouane. Dabei handelt es sich um einen Club, der 2014 aus einer Fusion von vier Vereinen entstanden ist. Mittlerweile spielt die erste Mannschaft – genau wie die Matellia – in der höchsten Klasse des Kreises. Sportlich sieht es für den FCVO derzeit aber nicht ganz so gut aus, was aber nicht nur an der Corona-Zwangspause liegt.

Marc Brenzel

Der FC Vallée de L‘Ouane stieg 2019 in die Ligue Départemental 1 auf. Foto: FCVO

Nahezu europaweit pausiert der Amateur-Fußball – das ist in Frankreich nicht anders als hier. Ein Problem, dem sich auch der FC Vallée de L‘Ouanne, der Verein aus Metelens Partnerstadt Château-Renard, derzeit auseinander zu setzen hat.

Der Club entstand im Juni 2014 aus einer Fusion der Vereine FC Château-Renard, AS St Germain des Pres, AS Chuelles und AS Triguères. „Das Ziel war es, den Amateurfußball im ländlichen Milieu zu entwickeln, die Ressourcen zu bündeln und einen Verein mit kantonaler Bedeutung ins Leben zu rufen“, erklärt Alain Chapeleau, der stellvertretende Bürgermeister von Château-Renard. Und das unter dem Motto „Ein Kollektiv für eine Leidenschaft“.

2020 war der Verein 247 Mitglieder stark. Ihm stand ein 17-köpfiger Vorstand vor, der vom ersten Vorsitzenden Laurent Bourdin angeführt wurde. Ein festangestellter Diplom-Sportlehrer, der vom Verein ausgebildet wurde, ein offizieller Schiedsrichter, fünf Sporterzieher sowie 33 Trainer und Übungsleiter bilden das Rückgrat des Clubs, der neben den beiden Herrenmannschaften zehn Nachwuchsteams von der U 17 bis zur U 7 am Spielbetrieb angemeldet hat. „Eine Damenmannschaft haben wir momentan leider nicht. Mädchen, die Fußball spielen wollen, trainieren mit den Jungs“, erklärt Alain Chapeleau.

Die erste Mannschaft, das Aushängeschild des Fusionsvereins aus dem Tal der Ouanne – die Ouanne ist ein Fluss der durch die Regionen Bourgogne-Franche-Comté und Centre-Val de Loire fließt – ist 2019 unter Trainer Alain Blaser in die D1 aufgestiegen. Dabei handelt es sich um die höchste Klasse des Departements Loiret, was in etwa der deutschen Kreisliga A entspricht.

In der Ende Oktober aufgrund der Corona-Pandemie unterbrochenen Spielzeit belegt das Team mit vier Niederlagen nach vier Spielen den 13. und damit letzten Platz. Für Benoit Guérin, der die Equipe aktuell trainiert, liegen die Gründe dafür auf der Hand: „Viele erfahrene Akteure haben uns verlassen. Das Team um Kapitän Isidor Robert setzt sich nunmehr aus jungen Leuten zusammen, denen man Zeit geben muss, sich an das D1-Niveau zu gewöhnen.“

Das Stadion in Château-Renard ist nach Guy Rousseau benannt, der zwischen 1977 und 1983 Bürgermeister der Stadt war. Rousseau war in den 50er Jahren zudem ein exzellenter Kicker, der die sportlichen Geschicke des Vorgängervereins FC Château-Renard mit prägte.

Einen engen Kontakt nach Frankreich pflegt auch die Matellia. Der geht bis weit in die 80er Jahre zurück. Im Sommer 2020 besuchte eine Abordnung aus der Vechtegemeinde Château-Renard. „Zwischen den Lockdowns haben wir die Gunst der Stunde für einen inoffiziellen Besuch genutzt“, berichtet Matellia-Vorsitzender Dietmar Kemper. Dabei intensivierte man die Beziehungen noch weiter. „Bislang konzentrierte sich vieles auf den Kontakt zu den Personen, die beim FC Château-Renard in der Verantwortung standen. Aber jetzt haben wir auch Leute kennengelernt, die aus den anderen Gemeinden zum Fusionsverein gekommen sind“, so Kemper, der die Fahne der deutsch-französischen Freundschaft hoch hält. „In diesem Jahr wird es nichts mit einen Besuch. Aber ich hoffe, dass wir den Corona-Bock bald umgestoßen haben, sodass wir uns so schnell wie möglich wieder sehen können.“

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