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Kreisliga A: Elf aus der Vechtegemeinde erwartet den FSV Ochtrup

Matellia Metelen will Höhenflug fortsetzen

Metelen

Am Sonntag brennt im Stadion an der Ochtruper Straße der Baum: Die sich im Höhenflug befindende Matellia aus Metelen erwartet den im Treibsand feststeckenden FSV aus Ochtrup. Matellia-Kapitän Fabian Langehaneberg weiß, warum es für seine Elf derzeit so prima läuft.

Von Marc Brenzelund

Auf Fabian Langehaneberg ist Verlass. Der Matellia-Kapitän macht klärt auch mal resolut, wenn es die Situation erfordert. Foto: Thomas Strack

Seit wann er Kapitän von Matellia Metelens erster Mannschaft ist, das weiß Fabian Langehaneberg gar nicht so genau: „Gut möglich, dass das sechs Jahre lang her ist. Ich habe die Binde damals von Daniel Ernsting übernommen, als der aufgrund einer Verletzung länger ausgefallen ist.“ Eines weiß Fabian Langehaneberg aber ganz genau: „Aktuell macht es bei uns richtig Spaß.“

Das Stimmungsbarometer in der Vechtegemeinde leitet sich auch von der Tabelle ab, in der die Matellia mit 18 Punkten auf Platz fünf rangiert – nur drei Zähler hinter Spitzenreiter TuS Laer, der am ersten Spieltag mit 4:3 bezwungen wurde. „Wenn mir das einer vor der Saison gesagt hätte, hätte ich das nicht geglaubt“, gibt Lange­haneberg zu und fügt fast schon beschwichtigend an: „Trotzdem heben wir jetzt nicht ab.“

Für den 28-Jährigen liegen die Gründe für den sportlichen Höhenflug der Schwarz-Weißen auf der Hand: „Wir spielen seit fast drei Jahren mit dem nahezu unveränderten Kader. Zudem sind wir alle – mal abgesehen von Daniel Smith – echte Metelener Jungs. Das schweißt zusammen.“

Ohne Fleiß kein Preis. Das gilt auch beim FC Matellia. Drei Trainingseinheiten stehen in der Woche auf dem Programm, was nicht bei jedem A-Ligisten üblich ist. „Ich kenne das nicht anders. Das war schon immer so“, betont „Fabi“ Langehaneberg, der versucht, immer dabei zu sein. Aktuell stellt sich das aber nicht als ganz so einfach heraus, denn der Fan des FC Bayern baut gerade sein Elternhaus um. Als gelernter Tischler macht der Matellia-Capitano so viel wie möglich selbst.

Sein Operationsgebiet hat der Mann mit der Rückennummer zwei in der Innenverteidigung. „Schon in frühester Jugend habe ich hinten drin gespielt. Für vorne hat es bei mir einfach nicht gereicht“, lacht Langehaneberg, der im Alter von sieben Jahren mit der Kickerei begonnen hat.

Am Sonntag steht das prestigereiche Derby gegen den FSV Ochtrup auf dem Programm (Anstoß: 15 Uhr, Stadion an der Ochtruper Straße). Dass die Matellia doppelt so viele Punkte aufweist wie der als Titelanwärter gehandelte FSV, überrascht nicht nur Langehaneberg. „Die Ochtruper haben ja eigentlich viele gute Leute, aber vielleicht passt hier und da nicht alles“, kann der Rechtsfuß nur mutmaßen. Einen Favoriten kann der Metelener nicht ausmachen, aber als Außenseiter sieht er seine Truppe nicht: „Wir sind in dieser Saison zu Hause noch verlustpunktfrei. Alle sind richtig heiß und werden alles reinhauen. Der Druck liegt eher beim Gegner.“

Während in Metelen eitel Sonnenschein herrscht, sind ein paar Kilometer weiter in Ochtrup schon länger dunkle Wolken aufgezogen. Neun Punkte aus ebenso vielen Partien sind einfach zu wenig, und deshalb spricht Spielertrainer Jannik Holtmann Klartext: „Wenn wir uns da unten nicht festsetzen wollen, müssen wir Sonntag gewinnen. Da gibt es kein Vertun, ein Unentschieden ist zu wenig. Aber um das zu erreichen, muss sich jeder den Hintern aufreißen. In Metelen kannst du nur über den Kampf gewinnen. Das war schon immer so und wird auch morgen so sein, zumal die Matellia mit enorm viel Rückenwind in das Spiel geht.“

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