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Meisterschaften: Spiele unter Voraussetzungen möglich

Tischtennisverband unterbricht Saison

Kreis Steinfurt

Der erste Verband hat auf die Corona-Lage reagiert: Der Westdeutsche Tischtennisverband (WTTV) unterbricht die laufende Saison. Allerdings gibt es für spielfreudige Mannschaften ein Schlupfloch.

-mab/we-

Stefan Weiss und seinen Mitspielern vom Landesligisten TTV Metelen könnte eine längere Pause drohen. Foto: Thomas Strack

Der Vorstand für Sport des Westdeutschen Tischtennisverbandes (WTTV) hat einstimmig beschlossen, den Spielbetrieb erstmal bis zum 31. Januar zu unterbrechen. Die Regel gilt für alle Spiel- und Altersklassen unterhalb der Oberliga. Betroffen davon sind auch diverse Mannschaften und Vereine aus dem Kreisgebiet.

„Das ist ein logischer Schritt“, findet Timo Scheipers, Abteilungsleiter beim SC Arminia Ochtrup. „Allerdings glaube ich nicht, dass im Februar wieder gespielt werden kann. Ich befürchte, diese Pause dauert länger.“

Im Beschluss des WTTV heißt es weiter, dass Partien trotzdem ausgetragen werden können, wenn sich beide Teams bereit erklären, unter Beachtung der derzeit geltenden Corona-Schutzverordnung anzutreten. Ansonsten werden die Vereine gebeten, die ursprünglich im Januar angesetzten Begegnungen einvernehmlich nachzuverlegen. Dafür wird eine Frist bis zum 24. April eingeräumt.

„Das ist natürlich alles sehr schade, denn gerade nach den Feiertagen täte Bewegung sehr gut. Aber es macht natürlich auch Sinn, so eine Entscheidung zu treffen, um die Infektionszahlen nicht noch mehr ansteigen zu lassen“, positioniert sich An­dreas Joost, der Geschäftsführer des TTV Metelen. In Metelen darf – wie auch in Ochtrup – unter der 2G-Plus-Regel trainiert werden. „Aber wer hat denn Lust dazu, sich jedes Mal vorher testen zu lassen“, fragt sich Scheipers.

„Ich war selbst infiziert und weiß, wie blöd das ist. Deshalb möchte ich auch niemanden anstecken. Auf der anderen Seite finde ich aber, dass wir nie an den Rand der Normalität zurückkommen, wenn wir uns jetzt schon wieder im Sport einschränken. Ich prognostiziere, dass eine noch längere Einstellung des Spielbetriebs den Deutschen Tischtennisbund (DTTB) locker 100 000 Mitglieder kostet“, positioniert sich Sascha Beuing, Spieler des Oberligisten TB Burgsteinfurt. In dieser Klasse, die übrigens nicht dem WTTV sondern dem DTTB zugeordnet ist, ist der Spielbetrieb noch nicht eingestellt.

Der Westdeutsche Tischtennisverband möchte spätestens Ende Januar entschieden haben, ob

a) die Spielzeit nach der Unterbrechung fortgesetzt wird,

b) der Zeitraum der Unterbrechung verlängert wird,

c) die Saison auf eine einfache Runde – die bereits abgeschlossene Vorrunde – verkürzt wird.

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