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Erster Spieltag mit der neuen Coronaschutzverordnung

Ungeimpfte haben es schwer

Kreis Steinfurt

Seit Mitte der Woche gelten die neuen Coronaregeln, die auch Auswirkungen auf den Amateursport haben. Das bekommen jetzt auch erstmals die Fußballvereine zu spüren. Aber das herrscht Konsens auf breiter Basis: Ungeimpfte sollen es künftig schwerer haben.

Von Marc Brenzelund

Wer Szenen wie diese beim FC Nordwalde am Sonntag live miterleben will, muss sich damit abfinden, dass er nur nach überstandener Corona-Infektion oder geimpft ins Stadion darf. Foto: Thomas Strack

An diesem Wochenende gehen die ersten Fußballspiele unter Berücksichtigung der neuen Coronaschutzverordnung des Landes über die Bühne. Die 2G-Regel ist Grundlage für den Zugang zur Sportstätte beziehungsweise zur Teilnahme am Spielbetrieb.

Sie kann aber in Einzelfällen umgangen werden. So dürfen jetzt Trainer und Trainerinnen sowie Betreuer und Betreuerinnen mit dem dritten „G“, also einem aktuellen negativen Allergen-Schnelltest, und dann mit medizinischer Maske auf den Platz. Diese Möglichkeit gilt auch für am Spieltag aktive Ehrenamtler. Dazu kommt, dass sich auch nicht immunisierte Aktive freitesten können. Hierzu bedarf es eines PCR-Tests, der nicht älter als 48 Stunden sein darf. Das allerdings birgt massive Kosten- und Zeitprobleme. Aktuell kosten nicht medizinisch erforderliche private PCR-Tests zwischen 60 und 130 Euro – und sind bedingt durch die massive Auslastung der Labore mitunter schon ungültig, ehe sie ausgeliefert werden.

Maike Faber von den Bezirksliga-Frauen des FC Matellia Metelen begrüßt die verschärften Regelungen: „Das ist genau der richtige Schritt. Als Fußballerinnen sind wir Mitglied einer großen Gruppe und stehen daher auch in der Verantwortung füreinander. Alle hatten lange genug die Chance, sich impfen zu lassen. Wer die nicht wahrgenommen hat, der darf auch nicht mehr spielen.“

Für Jannik Holtmann, den Spielertrainer des A-Ligisten FSV Ochtrup, ist die Entscheidung des Verbandes vielleicht schon ein bisschen zu spät gekommen: „Eventuell hätte das eher kommen können, wenn man sich die aktuelle Entwicklung vor Augen hält. Aber letztlich bin ich kein Virologe, der das hätte voraussehen können. Fakt ist, dass bei uns keiner in die Kabine kommt, der nicht die Norm erfüllt. Bis vor ein paar Wochen hatten wir noch einen Ungeimpften im Team, aber den haben wir überzeugt, sich impfen zu lassen. Jeder, der sich nicht impfen lässt, gefährdet sich selbst, andere und die Fortführung der Saison.“

Beim 1. FC Nordwalde weist jedes Team eine sehr hohe Impfquote auf. Das haben Vorsitzender Heiner Brinkmann und der Vorstand kontrolliert. Für Brinkmann ist klar: „Wer nicht die 2G-Regel erfüllt oder einen negativen Schnelltest vorweisen kann, kommt bei uns nicht auf das Gelände. Das haben wir auch allen Mannschaften mitgeteilt, die bis Weihnachten noch bei uns antreten. Wir werden das am Eingang anhand der CovPass-App und Personalausweises kontrollieren.“

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