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Fußball: Westfalenliga

1. FC Gievenbeck dreht 0:2 gegen Neuenkirchen zum 3:2-Sieg

Münster

Der 1. FC Gievenbeck setzt seine Erfolgsserie fort. Der Westfalenligist bezwang am Sonntag den SuS Neuenkirchen mit 3:2 (2:2), tat sich dabei aber einmal mehr schwer. Auch weil sich die Mannschaft von Trainer Florian Reckels erneut einen schwachen Start in die 90 Minuten erlaubte. Nur gut, dass Torjäger Christian Keil vom Punkt die Nerven behielt.

Von Thomas Austermann

Der Ausgleich: Neuenkirchens Torhüter Marvin Wiesmann sieht bei einer Gievenbecker Ecke nicht gut aus, Daniel Geisler nimmt das Geschenk zum 2:2 dankend an. Foto: Thomas Austermann

Wieder leistete sich der 1. FC Gievenbeck eine Schlafphase zu Spielbeginn und wieder riss der spielerisch nicht überzeugende Westfalenligist die Partie nicht nur an sich, sondern siegte zum sechsten Mal nacheinander. Beim 3:2 (2:2) über SuS Neuenkirchen stimmte einmal mehr die Moral der Truppe, die sich in der Liga-Spitze noch einen heißen Wettlauf liefern dürfte.

Und alle wissen, dass es zum erfolgreichen Bestehen eine Wiederbelebung des „alten“ Stils bedarf, der zwingendes Direktspiel sah und eine große Stabilität der Abwehr. Derzeit liegen manche Tugenden brach. Auch weil Leistungsträger eine Auszeit nehmen. „Wir selbst werden wieder zufriedener sein, wenn wir uns wieder steigern“, sagte Trainer Florian Reckels.

Nur ungern blickte er auf „unsere klaren Fehler“ in der Startphase, die bereits gegen Herford zu erleben waren. Jetzt schlug Neuenkirchen doppelt Kapital daraus, dass der FCG schludrig agierte. Erst köpfte Jörg Husmann unbedrängt eine Hereingabe von Peter Effing ein (8.), dann stand Julian Knocke ganz allein vor Nico Eschhaus, der weit aus dem Tor geeilt war, und überspielte ihn mühelos (10.). Zuvor reichte ein langer Ball, um Gievenbecks Abwehr bloß zu stellen.

Mand zum Anschluss

Was war nur los da? SuS, arg gebeutelt durch zuletzt fünf Niederlagen am Stück, biss sich zweikampfstark in die Duelle und gewann die zweiten Bälle. Mit dem Vorsprung stieg das Selbstvertrauen. Die Münsteraner wirkten im Aufbau unpräzise. Oder vorne unschlüssig wie etwa Nils Heubrock, der frei vor dem Kasten noch einmal querlegte.

Ein Wachmacher musste her – und Christian Keils Ecke wurde einer: Am ersten Pfosten köpfte Anton Mand ein (26.). Eine Wiederholung der mangelhaften Strafraumbeherrschung leistete sich SuS-Zweitkeeper Marvin Wiesmann, der erstmals von Anfang an spielte, nach einer nächsten Ecke. Guglielmo Maddente zog sie dermaßen scharf vors Gehäuse, dass Daniel Geisler den Ball nur noch mit der Stirn ins Tor streicheln musste (42.).

Keil verwandelt Handelfmeter

Danach mutierte die Phase bis zur 65. Minute zu einer schwachen. Weil kein Team Ideen und Gefahr produzierte. Auf Hinweis seines Assistenten pfiff der Dortmunder Spielleiter Dustin Höse einen Handelfmeter, weil SuS-Verteidiger Oliver Janning im Duell mit Keil eben „gehändelt“ haben sollte. Keil traf zu seinem 17. Saisontreffer souverän vom Punkt (69.) und war ohnehin ein Verantwortungsträger, der immer wieder antrieb. Defensiv eine Bank war einmal mehr Johan Scherr, den stets eine herausragende Einstellung auszeichnet. Neuenkirchens Effing war dem Ausgleich noch am nächsten – einmal klärte Keil auf der Linie, als ein Effing-Freistoß vor Eschhaus tückisch auftickte.

FCG: Eschhaus – Scherr, Volmering, Mende – Paenda, Heubrock, Mand (75. Niehoff), Balz (63. Kurk) – Geisler (63. Martin) – Maddente (88. Brüwer), Keil

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