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Fußball: Westfalenliga

1. FC Gievenbeck verteidigt souverän die Spitze

Münster

Florian Reckels traut dem Braten noch nicht so recht, wird sich aber diesen Fragen auf Dauer nicht entziehen können. Es sind zwar erst fünf Spieltage in der Westfalenliga gespielt, aber sein 1. FC Gievenbeck spielt nicht nur die passenden Ergebnisse ein, sondern agiert auf dem Platz auch wie der Spitzenreiter, der er im Moment ist. Am Sonntag führte das zu einem 4:1 gegen den VfL Theesen.

Von Thomas Austermann

Mittendrin statt nur dabei: Gievenbecks Michael Fromme nimmt es gegen zwei Gegner auf. In dieser Situation bleibt der FCG-Routinier an Dennis Meier und Ariantit Musolli (r.) hängen – ausnahmsweise. Foto: Wilfried Hiegemann

Auf Rang eins fühlt er sich wohl: Westfalenliga-Spitzenreiter ist und bleibt der 1. FC Gievenbeck, dem starke Phasen reichten zum 4:1 (2:1) gegen ersatzgeschwächte Bielefelder des VfL Theesen – wobei: Auch die Münsteraner mussten Stammkräfte ersetzen und zehrten vom großen Kader mit vielen gut ausgebildeten Youngsters. Zwei routiniertere Kräfte sorgten im Heimspiel auch für Highlights.

Viele Ausfälle gut verkraftet

Kapitän und Ordnungskraft Nils Heubrock (Muskelfaserriss im Oberschenkel) fällt länger aus, Abwehrmann Miclas Mende saß angeschlagen draußen – die Herren Tom Gerbig, Henning Dirks, Asmar Paenda oder Nils Temme fehlten komplett. Zu spüren war davon rein gar nichts in der vom umformierten FCG sehr aktiv geführten und zügig gekrönten Startphase. Gugliemlo Maddente spielte „mit Auge“ zwei glänzende Pässe – nach dem ersten auf Justus Kurk wurde der neue Sechser gefoult und Manuel Beyer verwandelte den Elfmeter (9.). Nur Sekunden später folgte Maddentes kleiner Geniestreich. Das feine Zuspiel in den Raum nutzte Christian Keil als neuer Torjäger vom Dienst technisch anspruchsvoll zum 2:0.

Superstart verunsichert den Gegner

Theesen war noch gar nicht im Bilde und wirkte schwer verunsichert. „Wie erwartet stand der Gegner sehr tief. Gut, dass wir da schnell die Lücken gefunden haben“, sagte FCG-Trainer Florian Reckels. Das Stellungsspiel seiner Elf zeigte Wirkung, es griff alles ineinander. Kurk gefiel zentral neben dem technisch so versierten Daniel Geisler. Niklas Beil (Jahrgang 2002) agierte links hinten neben den bewährten Leistungsträgern Beyer und Johan Scherr. Jannik Balz spielte offensiver. Beide waren konzentriert und zeigten sich.

Kurze Wackelphase

Bis Theesen einen Spielzug durchbrachte, waren 30 Minuten vorüber. Zu der Zeit aber war Gievenbecks souveräner Start schon vorbei. Und ein paar Nachlässigkeiten später sorgte ein Missverständnis im FCG-Spielaufbau für den Platz, den Iven Sielemann zum 1:2 (45.) nutzte. „Es wirkte fast so, als wären wir überrascht gewesen von der Umstellung des Gegners“, sagte Reckels. Der von Abwehrchef Alessio Giorgio angetriebene VfL versuchte weiter, sich ins Spiel zu beißen. Kampfstark im Duell wie durchweg fair. Mit frischen Kräften von der Bank hielt Gievenbeck aber mehr und mehr leidenschaftlich mit. „Dass wir so viele junge Spieler integrieren, macht mir gerade am meisten Spaß“, betonte Reckels. „Sie werden reingeworfen und sind sofort da.“

Fromme und Keil legen nach

Der stets anspielbare Keil suchte sich immer wieder passende Räume und überzeugte auch als Vorbereiter. Seine Hereingabe setzte der 36 Jahre alte Routinier Michael Fromme nach gutem Laufweg gegen den zögerlich VfL-Keeper Florian Ernst zum 3:1 (65.) ins Tor. Theesen gab zwar nicht direkt auf, haderte aber mit dem neuen Rückschlag. Anton Mand gelang noch ein ideales Zuspiel auf Keil, der frei vor dem Kasten cool blieb und mit dem 4:1 (79.) seinen sechsten Saisontreffer erzielte.

FCG: Eschhaus – Beyer, Scherr, Beil – Röhe, Geisler, Kurk, Balz (79. Brüwer) – Maddente (55. Martin), Fromme (66. Mand) – Keil (80. Stüwe)

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