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Fußball: Kreisliga

1. FC Mecklenbeck sagt Spiele ab - Vorsitzender: "Geht nicht in meinen Kopf"

Münster

Gleich zwei Mal musste der 1. FC Mecklenbeck am Wochenende kampflos die Punkte abgeben. Grund dafür waren die neuen Corona-Verordnungen. Jetzt spricht der Vorsitzende des Clubs, Siegfried Küch.

Von Jonas Austermann

Beim 1. FC Mecklenbeck rollte am Wochenende aufgrund der neuen Corona-Verordnung kein Ball. Foto: Imago/Zink

Beim 1. FC Mecklenbeck ruhte am Wochenende die Kugel, die neue Corona-Schutzverordnung des Landes Nordrhein-Westfalen zwang den Club, der an der Egelshove spielt, zu zwei Absagen.

Die Punkte gingen sowohl bei der Ersten in der Kreisliga B3, als auch bei der Zweiten in der Kreisliga C1 an den jeweiligen Gegner. Wie konnte es so weit kommen? Unsere Zeitung hat bei Siegfried Küch, dem 1. Vorsitzenden des FCM, nachgefragt.

Drei falsche Tests führten zur Absage

Der Verein ging zum einen lange davon aus, dass nur Geimpfte oder Genesene eingesetzt werden dürfen. Genau das hatte der Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen anfangs so mitgeteilt, bevor die Verordnung noch einmal aktualisiert wurde. Küch erklärt hierzu: „Wir haben das falsch kommuniziert, sonst hätte womöglich der eine oder andere Spieler noch einen PCR-Test bezahlt.“

Stattdessen machten drei Kicker der Ersten vor dem Spiel beim VfL Senden II Schnelltests – die aber sind eben nicht zulässig. Hinzu kamen zwei Erkältete, auch das kommt in diesen Tagen vor. Mecklenbeck sagte die Partie ab. „Die Punkte sind weg, aber das war die einzig mögliche Entscheidung“, sagt Küch.

Küch: "Ich weiß nicht, wo das Problem ist"

Der Vorsitzende des Clubs ist selbst doppelt geimpft und auch schon geboostert, ebenso seine Familie. „Ich habe die Leute lange genug darauf hingewiesen, dass sie sich impfen lassen sollen. Ich weiß nicht, wo das Problem ist. Das geht in meinen Kopf nicht rein“, sagt Küch.

Siegfried Küch, Vorsitzender des 1. FC Mecklenbeck, hofft, dass das die Spielabsagen ein Einzelfall bleiben. Foto: Peter Leßmann

Inzwischen seien die FCM-Fußballer alle impfwillig, jetzt aber sind die Termine rar. Nach dem ersten Piks müssen in der Regel vier Wochen vergehen, bevor der zweite erfolgen kann – und erst zwei weitere Wochen später gilt man als vollständig geimpft. Bis zur Winterpause in eineinhalb Wochen ist das nicht machbar.

Löst sich das Problem bis März 2022?

Der FCM setzt vorerst auf PCR-Tests, die rund 80 Euro müssen die Spieler zahlen. Küch fragt: „Sollen wir als Verein das etwa übernehmen?“ Das kann und will der Club gar nicht.

Der Vorsitzende hofft darauf, dass die Erste am Sonntag gegen Südkirchen wieder antreten kann. Das Spiel der Zweiten gegen Schapdetten II wird womöglich erneut ausfallen. „Wir hoffen, dass im neuen Jahr alle durch sind“, sagt Küch. Der Rückrundenstart ist für den 6. März geplant – Zeit genug also.

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