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Fußball: Oberliga

Gievenbeck verstolpert den perfekten Start

Münster

Erst ein Blitzstart in der Fremde, dann ein Fehlstart zuhause: Doch eine Erkenntnis bleibt Aufsteiger 1. FC Gievenbeck: Die Oberliga ist keine Nummer zu groß.

Gievenbecks Sven Rüschenschmidt (r.) im Laufduell mit dem starken und oft nicht zu stoppenden Delbrücker Jonathan Goke. Foto: Wilfried Hiegemann

Gefährliche Standards des Gegners und eigene Schlafmütizgkeiten in eben diesen Szenen brockten in der Oberliga-Heimpremiere dem 1. FC Gievenbeck ein 1:3 (0:0) gegen den Delbrücker SC ein, der das Duell des letzten Westfalenliga-Meisters gegen den Zweiten kühl und abgezockter für sich entschied.

Vor 300 Zuschauern zeichnete sich diese Entwicklung vor der Pause kein Stück ab, denn der FCG wurde immer dominanter gegen tiefstehende und auf Konter lauernde Gäste. „Wir haben verloren, weil wir diese erste Halbzeit nicht gewonnen haben“, sagte Trainer Florian Reckels und hatte nach Spielschluss reichlich zu bereden mit Christian Keil, Johan Scherr und Keeper Nico Eschhaus, der sein 60. Oberligaspiel bestritt.

Weil Niklas Beil urlaubt, rückte Anton Mand in die Innenverteidigung und Frederik Schulte übernahm links in der Kette. DSC-Trainer Detlev Dammeier musste früh wechseln und den angeschlagenen Ex-Preußen Lukas Ayyildiz in der Offensive durch Jonathan Göke ersetzen (12.). Dessen Kollegen konzentrierten sich sehr darauf, Gievenbecks Spiel zumindest nicht bis nach ganz vorne durchkommen zu lassen. Schulte und Daniel Geisler und erst recht Mand kamen trotzdem zu Abschlussszenen für die Elf, die mehr tat und wirkungsvoller die Räume besetzte. Auch durfte mal der lange Ball gespielt werden. Als Göke mal Platz bekam und auch angespielt wurde, wurde er mit Tempo gefährlich.

FCG kam schlecht aus der Kabine

Hingen die offensiven Patrice Heisinger und Güven Kaplan zuvor wirkungslos in der Luft, änderte sich das Bild total. „Wir sind ganz schlecht aus der Kabine genommen“, sagte Reckels und vermisste „den Mut, den wir vorher gezeigt haben.“ Der DSC wirkte agiler, setzte nach und brachte die Angreifer ins Spiel. Nach Schultes Foul platzierte Delbrücks Kapitän Dustin Gräwe den Freistoß auf den zweiten Pfosten, wo Göke volley abnahm (55.). Kaum eingewechselt, egalisierte Guglielmo Maddente mit Glück und Geschick aus sechs Metern (61.). Aber Kaplan nahm nach dem nächsten Gräwe-Freistoß das Zuspiel von Göke, der viel zu viel Platz hatte, zum 2:1 (65.) auf. „Diese Standards muss man besser verteidigen“, sagte Reckels.

Er setzte auf frische Kräfte und baute die Elf nachhaltig um, was den DSC wieder zum Rückzug in die eigene Defensive verleitete. Mand, jetzt Antreiber, feuerte einmal aus der Distanz. Maddente setzte einen guten Freistoß an. Einen Konter aber bekam Delbrück in der Nachspielzeit noch, da war Eschhaus weit vor dem Kasten und musste Kaplans Schuss passieren lassen.

FCG: Eschhaus – Paenda (79. Scheele), Mand, Fraundörfer, Schulte – Geisler (87. Brüwer), Rüschenschmidt, Kurk (79. Scherr), Balz (79. Meyering) – Keil, Martin (58. Maddente)

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