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Fußball: Oberliga

Neue Sorgen, aber herausragendes Duo führt Gievenbeck zum Sieg

Münster

Zweiter Sieg für den Oberliga-Aufsteiger 1. FC Gievenbeck, der sich daheim gegen den TuS Erndtebrück vor allem auf ein herausragendes Duo verlassen kann. Doch die Verletzungssorgen werden immer größer.

Von Thomas Austermann

Gievenbecks Mittelfeldmann Sven Rüschenschmidt (l.) schirmt den Ball vor Erndtebrücks Chihiro Inada ab und gewann mit dem Oberliga-Aufsteiger letztlich klar. Foto: Peter Leßmann

Trotz personeller Widrigkeiten verdiente sich ein taktisch wie läuferisch starker 1. FC Gievenbeck den zweiten Dreier nach dem Oberliga-Aufstieg. Die Elf war dem mit 3:0 (2:0) bezwungenen Schlusslicht TuS Erndtebrück in etlichen Belangen überlegen und befreite sich aus eigener Kraft von einer Portion Druck. Zwei herausragende Spieler drückten dem FCG-Stil ihren Stempel auf – einer in der Abwehr, einer ganz vorne.

Der demnächst in England studierende Anton Mand (21) rückte in der von Ausfällen ausgedünnten Abwehr – Johan Scherr als Rekonvaleszent und Jannis Fraundörfer nach Riss im Adduktorenmuskel fehlten – in die Zentrale der Dreierkette und machte das dermaßen abgeklärt, kompromisslos und aufmerksam, als habe er die Chefrolle schon immer ausgefüllt. Der neun Jahre ältere Guglielmo Maddente brillierte in zwei Szenen entscheidend als trickreicher wie cooler Torschütze und lief zudem wie alle Kollegen den Aufbau des Gegners an, bis der Akku leer war.

Zwei verletzungsbedingte Wechsel

„Wir alle wollten den Sieg unbedingt“, sagte Trainer Florian Reckels, der angespannter als sonst coachte und erlebte, „wie konsequent wir verteidigt haben und unseren Plan, über die Außen zu attackieren, umgesetzt haben.“ Dass er Asmar Paenda (18.) wegen eines Bänderschadens im Sprunggelenk und Frederik Schulte (31.) wegen Oberschenkelproblemen sehr früh ersetzen musste, machte das Tagwerk nicht einfacher. Aber: Der einst nominell große Kader fing das auf, weil sich alle dem kollektiven Miteinander und der klaren Marschroute verschrieben.

Blieben anfangs ein paar Zuspiele in der TuS-Abwehr hängen, kamen der Druck über die Seiten auch nach Diagonalenlängen oder der Pass in die Tiefe besser. Der unablässig ankurbelnde Christian Keil sah Maddente frei, der das Anspiel im zweiten Versuch verarbeitete und hoch ins Tor traf (28.). Einen feinen langen Ball von Sven Rüschenschmidt über die Kette erlief Maddente und traf perfekt (33.). Annahme, Drehung, Abschluss – solche Szenen lösen nur wenige so geschickt. Mit der Führung liefen die Attacken flüssiger, jetzt war das Selbstvertrauen da, den selten zwingend zusammenspielenden Gegner zu dominieren.

FCG-Joker Meyering macht alles klar

Erndtebrück kam mit neuen Offensivkräften. Elvin Tricic prüfte FCG-Schlussmann Nico Eschhaus (59.). Wie Rüschenschmidt in einer beispielhaften Szene gegen den TuS-Aufbau den Ball klaute, störte der fleißige FCG auf breiter Linie fast pausenlos.

Lyon Meyering kam für den erschöpften Maddente, Daniel Geisler stärkte die Mittelfeldreihe. Die Wechsel zeigten Wirkung. Die Gäste, die etwas tun mussten, blieben beim harmlosen Ballvortrag-Stil. Einmal noch zielte Stürmer Lars Schardt zu hoch (73.). Keil setzte jetzt wieder die Kollegen in Szene, die Platz hatten und ihn ausnutzten. Der Kapitän bediente Meyering im Konter bestens zum 3:0 (88.).

FCG: Eschhaus – Beil, Mand, Egbers – Paenda (18. Brüwer), Kurk, Rüschenschmidt (74. Brodner), Schulte (31. Scheele) – Maddente (65. Meyering), Martin (56. Geisler), Keil

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