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Fußball: Oberliga

„Bloß nicht verlieren“: Gebeutelte Gievenbecker setzen den Plan um

Münster

Der 1. FC Gievenbeck geht personell am Stock – und deshalb war gegen den Vorletzten SV Schermbeck kaum mehr drin als ein torloses Remis. Das geriet erst spät etwas in Gefahr.

Gievenbecks Schlussmann Nico Eschhaus (l.) rettet in höchster Not vor Schermbecks Michael Smykacz. Nils Heubrock (r.), hier Beobachter, gab sein Saisondebüt und war gleich als Chef in der Dreierabwehrkette gefordert. Foto: Peter Leßmann

Beim 0:0 gegen den Vorletzten SV Schermbeck arbeitete der stark ersatzgeschwächte 1. FC Gievenbeck arbeitete Fußball bis zum nächsten Oberliga-Zähler und blieb zum fünften Mal nacheinander ungeschlagen. Viel mehr saß kaum drin in einem eher grauen Duell, in dem Nils Heubrock (32) in seinem ersten Saisoneinsatz von Anfang an eine Schlüsselrolle einnahm.

Der ebenso vielseitige wie zuverlässige Teamplayer, nach Meniskus-OP lange außen vor, rückte als stellungs- und zweikampfsicherer Chef in die Dreierabwehr, denn da ist die Not am größten. Johan Scherr (Rotsperre), Anton Mand (England-Aufenthalt) und Janis Fraundörfer (Rekonvaleszent) fielen aus für den wichtigen Part, wie Trainer Florian Reckels überhaupt eine stattliche Liste an fehlenden Kräften ausfüllen könnte. Maximilian Brüwer, Philip Röhe, Manuel Beyer, Asmar Paenda, Daniel Geisler, Miclas Mende und Frederik Schulte stünden da drauf. Aus dem derzeit nur nominell 29-köpfigen Kader galt es, die wirkungsvollste Formation zu finden. Und sich schadlos zu halten.

Gievenbecker Abwehrduo überzeugt

„Irgendwann haben wir uns gesagt: Wenn wir nicht gewinnen können an einem solchen Tag, dann dürfen wir bloß nicht verlieren“, sagte Reckels, der erst gegen Ende der Partie durchatmen musste. Da wurde es eng: Die fleißigen wie robusten, aber von Ergebnisrückschlägen heimgesuchten Gäste wechselten gute Kicker ein, die offensiv plötzlich Rabatz machten. FCG-Keeper Nico Eschhaus parierte klasse gegen Bilal Özkara (87.), der noch mal freistehend verzog wie zuvor Tolga Özdemir.

Die Wege in die Box hatten die Schermbecker vorher ebenso wenig gefunden wie in Halbzeit zwei der FCG, dessen Spiel über Außen lahmte und nur in einem überschaubaren Korridor stattfand. „Die zweite Halbzeit war befriedigend“, verteilte Lehrer Reckels eine Note. „Dass wir personell derzeit so viele Probleme haben, bleibt ja keinem verborgen.“ Und dass er aus guten Gründen nur zweimal wechselte, auch nicht. Neben „Heu“ agierte auch dessen Nebenmann Niklas Beil sehr konzentriert.

Gievenbeck trifft nun auf Preußen II

Christian Keil war lange Zeit einmal mehr an vielen Stellen zu finden. Der Stürmer und Toremacher rückte auch als spielmachender Gestalter in den Fokus. Seine Abschlüsse sorgten für die größte Gefahr. Einmal klärte der nicht souveräne SVS-Tormann Alexander Geraedts nur mit Mühe, einmal vor die Füße von Janus Scheele, der im Fallen den Abpraller aber nicht richtig traf.

Das oft so wirkungsvolle Zusammenspiel zwischen Keil und Guglielmo Maddente litt unter der engen Bewachung, der sich Letztgenannter erwehren musste. Mit etwas mehr Glück hätte Louis Martin nach Wiederanpfiff den Kollegen Keil einsetzen können, aber auch die vielversprechende Szene verpuffte. Viel mehr davon gab es nicht, aber gegen den Ball blieb die Aufmerksamkeit hoch – mit den erwähnten Ausnahmen. Nächsten Sonntag steht eine echte Härteprüfung für den FCG an, wenn er bei der seit Wochen so starken Preußen-Zweiten antritt.

FCG: Eschhaus – Beil, Heubrock, Egbers – Scheele, Rüschenschmidt, Kurk, Balz – Maddente, Martin (77. Niehoff), Keil (86. Fromme)

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