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Basketball: 2. Bundesliga Pro B

80:81 gegen die Sixers: Die Heimserie der WWU Baskets ist gerissen

Münster

Jetzt hat es die WWU Baskets Münster erstmals in eigener Halle erwischt. Nach neun Heimsiegen in Serie unterlag das Team von Trainer Philipp Kappenstein mit 80:81 (39:40) den BSW Sixers aus Sandersdorf. Damit rutschten die Westfalen hinter die Itzehoe Eagles auf Platz drei. Am Sonntag schon gibt es die Chance zur Wiedergutmachung beim direkten Wiedersehen in Sachsen-Anhalt.

Thomas Austermann

Jan König, hier im luftigen Dreikampf mit Teamkollegen Malcolm Delpeche und Sixers-Center Djordje Pantelic war Münsters bester Werfer. Doch auch seinen 21 Punkte reichten nicht, um die erste Heimniederlage der Saison zu verhindern. Foto: Jürgen Peperhowe

Das Rückspiel stieg vor dem nachzuholenden Hinspiel, aber die verkehrte Reihenfolge in der 2. Basketball-Bundesliga Pro B dürfte die WWU Baskets am wenigsten irritiert haben. In Berg Fidel unterlagen die kollektiv nicht geschlossenen Münsteraner den BSW Sixers hauchdünn mit 80:81 (39:40) und gaben im zehntem Heimspiel erstmals etwas ab.

Sonntag (16 Uhr) tragen die Sieger in Sandersdorf ihr Heimspiel gegen die Baskets aus. Da ist wohl ein ähnlich enges Duell zweier Spitzenmannschaften zu erwarten. „Ganz bitter“ fand Coach Philipp Kappenstein und meinte nicht nur das unglückliche Spiel-Finish. Einige seiner Asse erwischten einen schwachen Abend. „Wir haben defensiv schlecht gespielt und sind vorne nicht hart genug nachgegangen.“ 19 Offensivrebounds der Gäste zeigen einen Punkt auf, warum die Baskets am Freitagabend leer ausgingen.

Dank der sehr konzentrierten Startphase und fünf Dreiern im ersten Viertel nahmen die Baskets bestens Anlauf ins wichtige Duell. Die mit der ihr typischen 3:2-Zonendeckung agierenden Gäste aus Sachsen-Anhalt aber steckten auch den 1:10-Rückstand weg, weil ihre schnellen Guards Tempo und Genauigkeit in den Vortrag brachten. Ohne Foul, weil Münsters Aufbauspieler Jasper Günther, Marck Coffin und Oliver Pahnke nur selten den Durchbruch versuchten, dafür aber mit Vorteilen im Rebound, verkürzten Lenker Vincent Friederici und die coolen Routiniers Luka Petkovic (elf Punkte binnen neun Minuten) und Djordje Pantelic. Der 36-jährige Serbe schreitet oft übers Feld, steht aber meistens richtig in der Abwehrzentrale und verteilt vorne die Bälle gut.

Mit dem 25:26 geriet Münster erstmals in Rückstand (13.) und traf im zweiten Viertel ganze fünf Minuten keinmal. Unter den Körben gab es gleichfalls Nachteile. Erst sechs Freiwurftreffer in Folge hielten die Baskets zur Pause mit 39:40 auf Nahdistanz.

Das Hin und Her blieb das Motto des Abends, einige ungewohnt fahrige Aktionen der Baskets freilich auch. Jan König verhindere mit zwei Dreiern ein Weglaufen der Sixers, die ihr schnelles Passspiel durchzogen und defensiv enorm bissig agierten. Dank eines Dreiers von Helge Baues mit Ende des dritten Viertels blieb das Buch des Spiels offen. Auch, weil Münster in diesem Anschnitt im Rebound deutlich besser agierte.

Nach einem Foul an Münsters Marck Coffin bei dessen Fastbreak und anschließendem Meckern wurde der 32-jährige Petkovic anfangs des vierten Viertels disqualifiziert – zu seinem großen Ärger. Sein junger Coach Sebastian Ludwig (29) blieb davon unbeeindruckt und vertraute seinen starken Guards.

Kappenstein aber haderte mit einigen Mängeln seines Kaders, der partout nicht in den „Flow“ kam, sondern auch leichte Punkte des Gegners zuließ. Der nächste Baues-Dreier zum 65:67 sechs Minuten vor Schluss hielt die Baskets-Hoffnungen am Leben. Die Spieler trieben es auf die Spitze: Sixers-Aufbau Friederici übernahm Verantwortung und zog erfolgreich zum Korb Für die Baskets hielt Jan König dagegen und traf per Dreier 14 Sekunden vor Schluss zum 80:79. Dann preschte Lucien Schmikale außen durch, wurde gefoult und traf von der Linie zum 81:80. Drei Sekunden blieben Münster – und der Ballbesitz. Aus dem allerletzten Angriff wurde nichts mehr.

Punkte:J. König (21/5 Dreier), Coffin (16/3), Günther (11), Delpeche (10), Reuter (8/2), Baues (6/2), Pahnke (4), Weß (3/1), Hänig (1)

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