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Fußball: Bezirksliga

Concordia Albachten bremst, BW Aasee bleibt positiv

Münster

Während Albachtens Trainer Sebastian Hänsel trotz des 2:0-Erfolgs gegen den SV Bösensell nicht ganz zufrieden war, haderte BWA-Coach André Kuhlmann nach dem 0:2 gegen den Borghorster FC mit den Coronaregeln des Verbands. Beide Clubs eint die schwache Chancenverwertung.

Von Johan Sühling und Jonas Austermann

Spitzenreiter: Jeroen Eshold (Mitte) und Concordia Albachten. Foto: Peter Leßmann

Den siebten Sieg in Folge, weiterhin grüßt man von der Spitze – und doch war bei Concordia Albachten von Euphorie nichts zu spüren. Dafür trat Coach Sebastian Hänsel zu deutlich auf die Bremse. Denn trotz des 2:0-Sieges im Bezirksliga-Derby gegen den SV Bösensell wollte dieser noch ein bisschen mehr von seinen Spielern sehen: „Uns fehlt noch der Rhythmus, wir sind mehr über die Leidenschaft, als über guten Fußball gekommen, was auch noch in den nächsten Wochen so bleiben wird,“ fand Hänsel nach Abpfiff.

Spielerisch noch Nachholberdarf

Zwar durfte er sich am Sonntag schon ganz früh über den richtungsweisenden Führungstreffer freuen, als Armani Medford mit einer punktgenauen Flanke den Kopf von Lars Zymner fand (3.). „Das Tor ist genau so gefallen, wie wir es geplant hatten,“ sagte Hänsel. So ganz zufrieden aber war Albachtens Coach nach der Partie nicht. Die Spielweise seiner Mannen war ihm beim Start aus der Winterpause noch nicht so recht: „Unser Gegenpressing hat mir teilweise nicht gefallen“, so Hänsel, der nach dem zweiten Concorden-Treffer durch Thomas Kroker (15.) gerne noch öfter gejubelt hätte. „Wir müssen unsere Chancen besser nutzen. So blieb es lange unterschwellig spannend“, sagte er.

Das Thema Effektivität sorgt auch bei BW Aasee für Sorgenfalten. „Wir hatten einige klare Chancen, schießen aber kein Tor“, kritisierte Trainer André Kuhlmann nach dem 0:2 gegen den Borghorster FC, richtete den Blick aber gleich nach vorne. „Wenn wir die verbleibenden 17 Spiele so spielen wie heute, dann werden wir noch oft als Sieger vom Platz gehen“, meint Aasees Coach.

Kuhlmann: Schwammige Coronaregeln

Als sei das unstimmige Verhältnis von spielerischen Darbietungen und Punktausbeute nicht schon besorgniserregend genug, bereitet auch der Blick aufs Personal immer wieder Bauchschmerzen bei den Blau-Weißen. Am Sonntagmorgen meldeten sich zwei Kicker nach einem positiven Corona-Selbsttest ab. Insgesamt kam Aasee damit sogar auf die für eine Spielverlegung nötigen drei Fälle. Nur: Am Sonntagmorgen noch zertifizierte Schnelltest zu organisieren, war schlicht nicht möglich. „Wir haben das Thema Absage dann nicht weiter verfolgt, gespielt und verloren. Das soll auch keine Ausrede sein, aber die Vorgaben des Verbands sind sehr schwammig formuliert“, sagt Kuhlmann.

Die Corona-Infizierten könnten sich womöglich bis zum „Sechs-Punkte-Spiel“ am Sonntag gegen den Drittletzten Arminia Ibbenbüren zurückmelden. Gegen Borghorst verletzten sich aber auch noch Jonas Gövert und Niklas Seifert muskulär, Tom-Jasper Gaese zog sich eine womöglich schwerere Schulterblessur zu.

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