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Fußball: Tribünengespräch

Albachtener Aufschwung mit vielen funktionierenden Neuzugängen

Münster

Concordia Albachten ist die Mannschaft der Stunde in der Bezirksliga 12 – und mit fünf Siegen, einem Remis und erst einer Niederlage nun sogar Spitzenreiter. Dafür gibt es nachvollziehbare Gründen. Mehr Erleichterung als Freude verspürten die Frauen von Wacker Mecklenbeck am Sonntag. Fußball stand diesmal nicht im Mittelpunkt.

Von Thomas Rellmann und Camillo von Ketteler

Yannick Niehues (r.), hier im Zweikampf mit Emsdettens Robin Kamp, ist einer der starken Albachtener Neuen. Foto: Bernd Oberheim

Die beste Nachricht des Sonntagabends kam auch aus Sicht der Frauen von Wacker Mecklenbeck aus dem Krankenhaus. Die Spielerin von Gast Fortuna Freudenberg, die am Nachmittag in der Nachspielzeit auf dem Rasen einen Zusammenbruch erlitten hatte, befand sich auf dem Weg der Besserung. Am Montag durfte sie wieder nach Hause, auch wenn es zu den Ursachen noch keine Auskunft gab. So konnten sich die Münsteranerinnen im Nachhinein auch über ihren völlig verdienten 1:0-Sieg freuen. Der beförderte sie zugleich auf Rang drei der Tabelle und in die Jägerrolle hinter Spitzenreiter Germania Hauenhorst und dem FSV Gütersloh II. Am Sonntag geht’s zum Derby beim VfL Billerbeck.

Lasse Rowald

Noch weiter oben hat sich Concordia Albachten eingruppiert. Wer hätte das gedacht? Während in den ersten beiden Jahren der Bezirksliga-Zugehörigkeit der Blick nur nach unten ging, steht der Club von der Hohen Geist plötzlich auf Platz eins. Am Sonntag lief überraschend alles für den neuen Spitzenreiter, weil der Borghorster FC 0:4 in Recke verlor und GW Gelmer 0:2 bei Arminia Ibbenbüren. „Alles wie geplant“, lacht der Sportliche Leiter Lasse Rowald. Ein kleiner Scherz, aber völlig aus dem Nichts kommt der Höhenflug auch nicht, wie er erklärt. „Wir haben mit Sebastian Hänsel einen hochkarätigen Trainer verpflichtet, der alle einen Schritt weiterbringt. Und wir haben talentierte Jungs dazubekommen.“ Yannick Niehues, Thomas Kroker, Lasse Saerbeck, Nemanja Kovacevic oder Armani Medford sind gute Beispiele.

Derby schon am Donnerstagabend

Der Umbruch ist gelungen. Dass die Mannschaft schon im Juni in die Vorbereitung einstieg, zahlt sich jetzt aus. Das Kennenlernen ist längst abgeschlossen, vor allem aber stimmt die Physis. „Der Fitnesszustand ist top. Alle können 90 Minuten Vollgas gehen. Und auch spielerisch sind wir auf einem guten Niveau“, sagt Rowald. Zudem steht mit erst sechs Gegentoren die beste Abwehr. Auch das 2:1 bei Emsdetten 05 war verdient. „Das Schöne in Albachten ist, dass es keinen Druck gibt. Wir genießen“, so der Sportchef. Er weiß aber auch, dass mit dem SC Münster 08 (Donnerstag, 20 Uhr), Top-Favorit SC Greven 09, dem SV Burgsteinfurt und der SV Ibbenbüren nun haarige Gegner warten.

Wiedenhöft war nie nervös

Der erste davon, Nullacht, ist nach den fünf Auftaktschlappen nun wieder in der Spur. Mit dem ersten Heimspiel, dem 3:0 über Cheruskia Laggenbeck, ist der Aufwind spürbar. „Wir haben in der ersten Halbzeit ein bisschen zu fahrig gespielt“, sagte Trainer Julian Wiedenhöft, „eigentlich hätten wir zur Pause schon führen müssen.“ Doch die Kanalkicker blieben dran – und schossen sich im zweiten Durchgang mit drei Treffern zum zweiten Sieg in Folge. Coach Wiedenhöft betont zwar, er sei auch vorher „nicht nervös geworden“ – die Erleichterung über den geplatzten Knoten dürfte trotzdem groß gewesen sein.

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