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Fußball: Bezirksliga

Albachtener Geduld im Derby gegen Gelmer belohnt

Münster

Concordia Albachten marschiert in der Bezirksliga 12 weiter vorne weg. Im Derby gegen GW Gelmer hatte sich der Tabellenführer zwar ordentlich zu strecken, doch der 1:0-Sieg war nicht unverdient. Nur wer der Torschütze war, das war nicht leicht zu klären.

Von Michael Schulte

Ein faires, aber gleichzeitig spannendes Derby lieferten sich Albachten und Gelmer. Hier jagt Concordias Thomas Kroker (r.) Gelmers Thorsten Schürmann hinterher. Foto: Wilfried Hiegemann

„Mensch den nehm’ ich doch mit Vollspann und nicht so lässig mit der Seite“, ereiferte sich der Zuschauer, als er bereits den zweiten missglückten Torschussversuch von Concordia Albachtens Mittelfeldspieler Fabian Jülkenbeck nicht verstand. Zur Anschauung machte der ältere Herr seinen Gesprächspartnern hinter dem Stankett vor, wie das richtig geht. „Volles Rohr und ohne Rücklage.“

Dass er sich bei dieser Übung beinahe selbst aus dem Gleichgewicht gebracht hätte, nahm er lachend hin und fügte hinzu: „Na ja, oder so ähnlich.“ – „Niemals Abseits“, kam es derweil von ganz hinten, als GW Gelmers Niklaas Houghton vermeintlich freie Bahn hatte. Das wiederum brachte den Linienrichter aus dem Gästelager ins Spiel, der sich über die wütenden Reaktionen der Grün-Weißen auf und neben dem Platz nur amüsieren konnte. „Gepiept ist gepiept, das war früher schon so. Und das nimmt kein Schiedsrichter auf der Welt zurück.“ Es herrschte eine lockere Stimmung beim Bezirksliga-Derby zwischen Albachten und Gelmer, das war schön. Und es gab am Ende einen 1:0 (0:0)-Sieg der Gastgeber, das war nur schön für den Spitzenreiter.

Lause und Sander scheitern

GWG-Spielertrainer Gerrit Göcking hatte schon vor dem Anpfiff erklärt, dass seine Truppe nicht unbedingt beim Tabellenführer die Punkte zum Klassenerhalt holen müsse. Aber es wäre fast gelungen, stand seine Truppe hinten doch sehr sicher und hatte am Ende auch die besseren Torchancen. Aber Luca Lause und Issé Sander kamen einfach nicht an Albachtens Thorben Hövelmann vorbei.

Die Gastgeber erwiesen sich einmal mehr als echte Einheit, die von der Spielanlage überzeugte, nie die Geduld verlor und letztlich dafür belohnt wurde. War es nun der direkt verwandelte Eckball von Nemanja Kovacevic oder hatte Lars Zymner den letzten Kontakt? Nicht einmal Albachtens Coach Sebastian Hänsel konnte das so ganz sicher beantworten. „In jedem Fall hat sich Kovacevic feiern lassen, dann wird es auch wohl sein Tor gewesen sein.“ Letztlich war das Hänsel aber auch völlig egal, wer nach 67 Minuten für die Entscheidung gesorgt hatte. Viel wichtiger war ihm, dass er einmal mehr feststellen durfte, dass auf seine Truppe – egal in welcher Aufstellung – nun mal Verlass ist. Das musste dann auch Göcking anerkennen, wenngleich er dem verpassten Punktgewinn schon etwas nachtrauerte.

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