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Münster-Marathon 2021

Alle Ampeln stehen auf Grün

Im vergangenen Jahr wurde der Münster-Marathon noch abgesagt. Und auch 2021 gehen viele Veranstalter wegen der großen Corona-Unwägbarkeiten in die Knie. In Münster aber bleibt der 12. September im Kalender stehen.

Von André Fischer

Im Bereich vom Prinzipalmarkt bis zum Aegidiimarkt dürfen 4000 Zuschauer dabei sein, am Aegidiitor weitere 500. Für alle Aktiven eine Motivationsspritze. Foto: Oliver Werner

Der überfüllte Marathon-Veranstaltungskalender lichtet sich auch 2021 – die steigenden Corona-Fallzahlen speziell in den ersten Monaten des Jahres machen vielen kleinen und großen Veranstaltern einen Strich durch die Rechnung.

Etwas Hoffnung keimt am 12. Juni auf. Im niedersächsischen Drebber heißt das Motto: „We run for sure!“ („Wir laufen sicher!“). Es geht gut – Knapp 25 Läuferinnen und Läufer wagen sich auf dem 2,34 Kilometer langen Rundkurs an die 42,195 Kilometer. Toni Hecker (Marburg) gewinnt nach 3:02:55 Stunden. Eine Perspektive.

Marathon-Absagen in Köln und Frankfurt

Zumindest im Auge des bloßen Betrachters. Während Events mit überschaubaren Zahlen an Teilnehmerinnen und Teilnehmern in den Folgemonaten unter verschärften Schutz- und Hygienebedingungen stattfinden, gehen mit Köln und Frankfurt zwei „Riesen“ in die Knie. Von den fünf größten deutschen Rennen, die alle im September und Oktober stattfinden sollten, sind aktuell also nur noch drei übrig: Hamburg, Berlin, München.

Die Unwägbarkeiten bezüglich der Pandemie haben auch Michael Brinkmann, Chef-Organisator des Volksbank-Münster-Marathons, in den vergangenen Monaten nicht gerade in den Schlaf getragen. Viele unruhige Nächte hat er hinter sich. Wohl wissend, dass eine Absage auch kurzfristig erfolgen kann. Aber: „Et hätt noch immer jot jejange“, wie sie am Rhein zu pflegen sagen – und jetzt auch in Münster. Die Ampeln stehen auf Grün.

„Ruf als beliebtesten Marathon in NRW zu verlieren“

2020 ist alles noch anders. Am 30. Juni tritt Brinkmann vor die Presse: „Wir haben eine Verantwortung und wir haben einen Ruf als beliebtesten Marathon in NRW zu verlieren.“ Der vorgeschaltete Krisengipfel fällt einstimmig aus – Münsters Laufspektakel wird durch ein Virus mit riesengroßem Gefährdungspotenzial ausgebremst – und gecancelt. Ein Loch im Sportkalender der westfälischen Metropole.

Vergessen – nun überwiegt die Vorfreude auf die 19. Auflage des „Feuerwerks der guten Laune“. Die Aktiven dürfen sich nach einem Jahr der Abstinenz auf den idealen Mix aus Stadt- und Landschaftsmarathon freuen. Tausende Sportlerinnen und Sportler werden sich die Turnschuhe schnüren, den Moment genießen. Höchste Zeit.

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