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Fußball: Kreisliga C

„Wir spielen schon lange“: Das ist ASEC, Münsters neuester Club

Münster

Der jüngste Spross in Münsters großer Fußballfamilie hat seine Wurzeln in Kamerun, steht aber allen offen, die gerne kicken. Kulturell bereichert ASEC Münster die Domstadt schon seit Jahren, seit einer Woche geht es auch um Punkte in der C-Liga.

Von Ansgar Griebel

Starteten mit einem Sieg und viel Vergnügen: Das Team von ASEC Münster Foto: ASEC Münster

In seiner vollen Pracht kommt der neue Club ein wenig sperrig daher: Die „Association des Etudiants et Sympathisants Camerounais“ geht einem nicht so leicht von den Lippen. Kulturell hat der Verein sich in Münster schon seit Jahren etabliert, aber weil Fußball vorzugsweise gerne einfach ist, machen es die Kicker vornehmlich aus dem Kamerun kurz und bündig: ASEC heißt der jüngste Verein in der münsterischen Fußballszene. Nach dem verspäteten, dann aber geglückten Saisonstart sprachen wir mit dem Trainer, dem Kapitän und dem Elfmeterschützen, Sylvain Djongue.

Sechs Minuten vor Spielende schießt Kevin Konkep das erste Tor in ASECs Ligageschichte, sorgt für die ersten drei Punkte im ersten Spiel. Wie war die Stimmung nach dem Abpfiff?
Sylvain Djongue: Die war super, wir haben danach noch ein bisschen zusammen gefeiert.

... und der erste Torschütze musste eine Runde ausgeben?
Djongue: Nein, die ging auf mich. Ich hatte kurz vorher einen Elfmeter an die Latte geschossen.

Als Elfmeterschütze sind Sie also damit raus. Sie sind aber noch Spielertrainer und Kapitän. Welche Rollen spielen Sie noch im Verein?
Djongue: Keine offizielle mehr. Ich war mal im Vorstand, jetzt stehe ich im Aufsichtsrat mit Rat und Tat zur Seite. Mein Thema ist jetzt der Fußball.

Kein ganz neues Thema beim ASEC ...
Djongue: Nein, wir spielen schon lange Fußball. Im Sommer viele Turniere mit anderen kamerunischen Vereinen unter anderem aus Paderborn, Bielefeld, Dortmund und Köln. Im Winter spielen wir in der Rummenigge-Halle, und da haben mich die Jungs dann auch zum Trainer gemacht.

Der plötzlich sportlichen Ehrgeiz entwickelte ...
Djongue: Naja, ich hatte die Idee, die Mannschaft in der Kreisliga anzumelden. Und so ging das los.

Kreis und Verband helfen ASEC Münster

Das ging aber zäher als erwartet, die ersten drei Spieltage fanden noch ohne ASEC statt. Hatten Sie nie Zweifel daran, dass das alles klappt?
Djongue: Doch, ehrlich gesagt schon. Da hatten sich einige Spieler schon bei ihren alten Vereinen abgemeldet – und uns fehlte immer noch die Spielgenehmigung. Da hatte ich schon ein bisschen Angst, dass die Jungs wegen mir jetzt ein Jahr nicht spielen dürfen. Aber dann hat ja alles geklappt. Norbert Krevert vom Kreis hat uns sehr geholfen – und auch beim Verband waren alle sehr hilfsbereit.

Aber Sie haben ein Terminproblem: Sonntags wurde immer trainiert, jetzt muss am Sonntag gespielt werden ...
Djongue: Da arbeiten wir dran, wir stimmen gerade ab, ob wir am Mittwoch oder Donnerstag trainieren. Das klappt schon.

Stehen nur Spieler aus Kamerun im Team?
Djongue: Nein, wir sind eine bunte Truppe mit Spielern auch aus Marokko, Guinea und Nigeria.

Gespielt wird auf Asche an der Sentruper Höhe, wo werden die künftigen Siege gefeiert? Djongue: Wir arbeiten eng mit der evangelischen Studentengemeinde zusammen – und in deren Gebäude am Breul haben wir einen Raum. Da wird sicher noch der eine oder andere Sieg gefeiert werden.

Steckt Ihnen der erste noch in den Knochen?
Djongue: Wir hatten am Samstag vorher ja noch ein Turnier in Dortmund, den Muskelkater hatte ich dann noch bis Mittwoch ...

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